Denkmäler
Klimontów, Heiligkreuz
Vier weiße ionische Säulen, ein dreieckiger Giebel und Treppen, die von beiden Seiten ins Obergeschoss führen – die Synagoge in Klimontów erinnert eher an ein klassizistisches Herrenhaus als an ein Gebetshaus. Sie ist eines der markantesten Gebäude des Städtchens und das wichtigste Zeugnis seiner jüdischen Gemeinde.
Die Synagoge entstand 1846–1851 an der heutigen ul. Szkolna, direkt neben dem Marktplatz und dem alten jüdischen Friedhof. Im Zweiten Weltkrieg verwüsteten die Deutschen den Innenraum vollständig und nutzten das Gebäude als Lager. Nach dem Krieg stand es lange leer. In den 1950er-Jahren war hier eine Obst- und Gemüseannahmestelle einer Gartenbaugenossenschaft untergebracht – die Fenster wurden zugemauert, Bima und ursprünglicher Fußboden entfernt.
1979 entstand eine vollständige historische Dokumentation, in den 1980er-Jahren ein Plan für den Umbau zu einem Stadtmuseum mit Veranstaltungssaal. Anfang der 1990er-Jahre wurden die dringendsten Sicherungsarbeiten ausgeführt, danach fehlte das Geld. 2007 wurden Graffiti von der Fassade entfernt. Das Gebäude wartet noch immer auf eine neue Nutzung.
Die Synagoge ist meist geschlossen, Sie sehen sie also von außen – 10–15 Minuten genügen. Verbinden Sie sie mit einem Spaziergang durch Klimontów: Die Kollegiatkirche St. Joseph und die ehemalige Dominikanerkirche Unserer Lieben Frau und St. Hyazinth liegen wenige Minuten entfernt. Das Gelände des alten jüdischen Friedhofs nebenan wurde nach dem Krieg zum Schulsportplatz, die Grabsteine wurden an einer Stelle gesammelt.
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