Höhlen
Die Opatówer Untergrundroute ist ein Komplex alter Kaufmannskeller und städtischer Lagerräume unter den Markthäusern, der zu einer Touristenroute umgebaut und 1984 eröffnet wurde. Die Route verläuft auf etwa 500 Metern auf drei Ebenen unter dem Markt, den Straßen und Häusern.
Opatów lag am Schnittpunkt der Handelswege, und der Ring der Stadtmauern ließ nach außen keine Speicherbauten zu. Kaufleute und Handwerker begannen daher, Keller zu treiben, und unter der Stadt wuchs ein chaotisches Netz von Gängen. Sie entstanden höchstwahrscheinlich ab dem dreizehnten Jahrhundert, die ältesten sichtbaren Details auf der Route stammen aus dem fünfzehnten Jahrhundert.
An den Untergrund erinnerte man sich, als die historischen Häuser zu reißen und zu verfallen begannen. Die Erkundung in den 1960er und 1970er Jahren übernahm der Krakauer Höhlenforschungsclub unter Ingenieur Stanisław Nowosielski, ab 1971 überwachten Fachleute der Akademie für Bergbau und Hüttenwesen und Bergleute aus Bytom die Sicherungsarbeiten. Auf der Route sieht man mehr als ein Dutzend Kammern mit Namen wie Żmigród, Kleine Lessow, Schießstand, Partisane oder Kaufmann, dazu eine Ausstellung über die Stadt und die Opatówer Region.
Ein- und Ausgang befinden sich am selben Punkt am Platz Obrońców Pokoju 18. Das Objekt ist ganzjährig geöffnet, die Besichtigung erfolgt in Gruppen mit Führer, die Zeit für die Ausstellungen ist im Ticket enthalten. Im Innern herrscht eine konstante Temperatur von etwa 7–10°C, eine Jacke lohnt sich. Nebenan wartet die romanische Stiftskirche des Heiligen Martin, seit 2023 Denkmal der Geschichte.
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