Burgen
Ujazd, Heiligkreuz
Die Burg Krzyżtopór in Ujazd ist die gewaltige Ruine einer Magnatenresidenz aus dem 17. Jahrhundert in der Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie), etwa 12 km von Opatów entfernt. Krzysztof Ossoliński ließ sie als palazzo in fortezza errichten – ein Palast nach italienischem Vorbild inmitten einer Bastionsfestung. Heute zählt Krzyżtopór zu den stimmungsvollsten Ruinen Polens und ist fast das ganze Jahr täglich geöffnet, auch im Winter.
Krzysztof Ossoliński, ein gebildeter Diplomat und Kunstfreund mit einem Hang zu Astrologie und Symbolik, übernahm Ujazd 1619. Die Burg entstand 1621–1644 in drei Bauphasen: Hauptgebäude und Befestigung 1621–1627, dann die Erweiterung des Torturms, datiert auf 1631 – die Jahreszahl steht auf einer Tafel am Eingang. Der Entwerfer ist unbekannt; Akten von 1633 nennen den italienischen Baumeister Lorenzo Senes. Vorbild war der Palast der Farnese in Caprarola bei Rom, den Ossoliński auf seiner Italienreise gesehen hatte.
Der Name verbindet zwei Symbole, die einst am Tor angebracht waren: das Kreuz (krzyż) für den tiefen katholischen Glauben des Bauherrn und die Axt (topór) aus dem Wappen der Ossoliński.
Ossolińskis einziger Sohn fiel 1649 in der Schlacht bei Zboriv, die Burg ging an verwandte Familien. Am 30. Oktober 1655, während der schwedischen Invasion („Sintflut“), nahmen die Schweden sie ohne einen Schuss durch eine List ein und brachten Ausstattung, Bibliothek und Archiv nach Schweden – die Mauern zerstörten sie laut Burgverwaltung aber nicht. Der letzte Bewohner, Jan Michał Pac, gewährte den Konföderierten von Bar Zuflucht; nach den Kämpfen und seiner Flucht nach Frankreich 1770 blieb die Residenz eine unbewohnte Ruine. Seit 1991 ist sie für Besucher geöffnet, seit 2018 ein Pomnik Historii (Geschichtsdenkmal Polens).
Die Dimensionen sind beeindruckend: rund 70.000 m³ umbauter Raum, 1,3 Hektar Grundfläche und etwa 600 m Mauern. Markierte Routen führen durch die Anlage:
Der Legende nach hatte der Speisesaal im Turm eine Glasdecke mit einem Aquarium voller exotischer Fische. An der Bastion „Krone“ erinnert ein Kreuz an Häftlinge aus Ostrowiec Świętokrzyski, die 1944 von der deutschen Gendarmerie hier erschossen wurden.
Täglich geöffnet:
Geschlossen am 1. November, 24. und 25. Dezember, 1. Januar und am Ostersonntag.
Für die Ruinen brauchst du 1,5 bis 2 Stunden, mit Bastionen und Gärten bis zu 3 Stunden. Die Wege führen über Treppen und unebenes Gelände – feste Schuhe sind Pflicht, im Winter auf Glätte achten.
Am einfachsten kommst du mit dem Auto: rund 60 km Straße von Kielce, etwa 40 km von Sandomierz und gut 2,5 Stunden Fahrt von Krakau (Kraków), dem nächsten großen Flughafen. Aus Deutschland lohnt sich Krzyżtopór als Etappe einer Rundreise durch Kleinpolen. Adresse: Ujazd 73, 27-570 Iwaniska; Kasse +48 15 860 11 33.
Unbedingt, wenn du dramatische Ruinen mit großer Geschichte magst. Verbinde den Besuch mit Opatów und der Altstadt von Sandomierz zu einem vollen Ausflugstag.
Codziennie: IX–X 8:00–18:00, XI–II 8:00–16:00, III 8:00–18:00, IV–VIII 8:00–20:00; nieczynne 1.11, 24–25.12, 1.01 i w Niedzielę Wielkanocną.
Normalny 22 zł, ulgowy 19 zł, grupowy (>20 os.) 18 zł, z KDR 17 zł; przewodnik 80 zł/grupa do 10 os.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026