Aussichtspunkte
Święta Katarzyna, Heiligkreuz
Die Quarzitsandsteinblöcke unter der Aussichtsgalerie auf der Łysa Góra entstanden vor über 500 Millionen Jahren und gehören zu den ältesten an der Oberfläche liegenden Gesteinen Polens. Die Plattform – offiziell „Aussichtsgalerie über dem Blockmeer“ – ermöglicht einen nahen Blick auf das berühmteste Blockmeer (gołoborze) des Heiligkreuzgebirges, ohne das empfindliche Geröll zu betreten. Sie steht auf dem Gipfel der Łysa Góra (auch Łysiec oder Święty Krzyż – Heiligkreuz, rund 595 m) im Nationalpark Heiligkreuzgebirge; nach Angaben der Parkdirektion nutzen sie jährlich bis zu 200 000 Menschen.
Früher schob man, um das Blockmeer zugänglich zu machen, Felsbrocken beiseite, zerstörte einen Teil des vorchristlichen Kultwalls und legte provisorische Stufen aus Steinen an. Das Gehen über wackelige Blöcke schadete Pflanzen und Tieren und war gefährlich. 2003 ließ der Park vom Architekten Mirosław Holewiński ein Konzept zum Schutz und zur Wiederherstellung des geschädigten Ökosystems erarbeiten; heute betrachten Besucher den oberen Teil des Blockmeers von Metalltreppen und einer Terrasse. 2025 erhielt der Park Fördermittel zur Modernisierung der Galerie, unter anderem für einen elektrischen Treppenlift für Menschen mit Behinderung.
Das Blockmeer auf der Łysa Góra trägt den Namen des Botanikers Professor Roman Kobendza und umfasst 3,84 Hektar – das größte im Heiligkreuzgebirge und eines der größten im Mittelgebirgsraum Mitteleuropas. Frost sprengte die Blöcke im Pleistozän, während der letzten Eiszeit, etwa 74 000 bis 8500 Jahre vor heute. Die Blockmeere sind fossile Formen: Sie entstehen nicht mehr neu und wachsen sehr langsam zu. Als erster Baum besiedelt die Eberesche ihre Ränder – daraus entstand eine nur hier vorkommende Waldgesellschaft. Zwischen den Blöcken leben Schnecken wie die Alpen-Windelschnecke, und allein auf den Blockmeeren wurden 75 Arten von Hornmilben nachgewiesen.
Von der Galerie sehen Sie auch einen Teil des Kultwalls aus dem 7. bis 11. Jahrhundert, der den Gipfel umgibt. Wenige Minuten entfernt stehen das ehemalige Benediktinerkloster Święty Krzyż, heute bei den Oblaten-Missionaren, das Reliquien des Heiligen Kreuzes bewahrt, sowie ein Rundfunksender mit einem 157 Meter hohen Turm.
Der Eintritt in den Nationalpark ist ganzjährig kostenpflichtig (11 PLN normal, 5,50 PLN ermäßigt), für die Aussichtsgalerie wird eine eigene Gebühr erhoben; günstigere Pakete umfassen beides. Tickets gibt es online oder an den Kassenpunkten des Parks. Wanderwege führen unter anderem von Nowa Słupia auf die Łysa Góra; für die Galerie selbst genügen 20 bis 30 Minuten, mit dem Kloster etwa zwei Stunden. Hinweis: Die Ausstellung des Naturkundemuseums des Nationalparks auf dem Święty Krzyż ist derzeit geschlossen.
Wejście na galerię widokową na gołoborzu 14 zł normalny, 7,50 zł ulgowy; dodatkowo obowiązuje bilet do ŚPN (11 zł / 5,50 zł), pakiet 18,50 zł (normalny ŚPN + ulgowy galeria).
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