Kirchen & Klöster
Nowa Słupia, Heiligkreuz
Das Kloster Święty Krzyż (Heiligkreuz) thront auf der Łysa Góra, einem rund 594 m hohen Gipfel im Heiligkreuzgebirge (Góry Świętokrzyskie) in Mittelpolen. Die ehemalige Benediktinerabtei bewahrt seit dem Mittelalter Reliquien des Heiligen Kreuzes – sie gaben dem ganzen Gebirge und der Woiwodschaft ihren Namen. Heute ist das Kloster ein lebendiges Heiligtum der Oblaten, ein polnisches Geschichtsdenkmal und das lohnendste Ausflugsziel im Świętokrzyski-Nationalpark.
Das Kloster gehört zur Stadt Nowa Słupia, etwa 30–35 km östlich von Kielce. Von Warschau bist du mit dem Auto rund 2,5–3 Stunden unterwegs, von Krakau ähnlich lange; aus Deutschland lohnt sich der Abstecher meist als Teil einer Rundreise durch Kleinpolen. Hinauf führen zwei Wege:
Schon vor den Mönchen war der Gipfel ein heidnischer Kultort der Slawen: Ein etwa 1,5 km langer Steinwall aus dem 9.–10. Jahrhundert umschließt bis heute die Kuppe. Die erste romanische Kirche stiftete wahrscheinlich Herzog Bolesław III. Schiefmund (1102–1138). Die Kreuzreliquien – der Überlieferung nach ein Geschenk des ungarischen Prinzen Emmerich – machten das Kloster zum wichtigsten Heiligtum Polens unter den Jagiellonen; König Władysław Jagiełło kam siebenmal, unter anderem auf dem Weg zur Schlacht bei Tannenberg (Grunwald) 1410.
Nach einem Brand 1777 entstand die heutige spätbarock-klassizistische Kirche (1781–1789). Es folgten dunkle Kapitel: Aufhebung des Klosters 1819, ab 1884 ein russisches Schwerverbrechergefängnis (bis 1939), die Sprengung des Turms durch österreichische Truppen 1914 und von 1941 bis 1944 ein deutsches Lager für sowjetische Kriegsgefangene, in dem Tausende starben; ihr Massengrab liegt auf einer Lichtung unterhalb des Gipfels. Seit 1936 leben hier Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria. Der Turm wurde 2014 wieder aufgebaut und ist mit Haube 45 m hoch.
Seit 2017 sind Klosteranlage und vorchristliche Steinwälle ein Geschichtsdenkmal (Pomnik Historii) – die höchste nationale Denkmalkategorie Polens.
Hinweis: Die naturkundliche Ausstellung des Nationalparkmuseums auf dem Gipfel ist seit dem 1. Juli 2026 geschlossen.
Stand: Oktober 2026:
Das Kloster hat auch im Winter von 9 bis 17 Uhr geöffnet, aber Straße und Wege können vereist sein – Grödel und warme Kleidung sind sinnvoll, oben weht es deutlich stärker. Da es früh dunkel wird, solltest du zeitig starten; ob die Elektromobile fahren, erfährst du an der Klosterpforte.
Für das Kloster mit Kreuzgang, Grüften und Kapelle brauchst du 1–1,5 Stunden, mit Aufstieg und Blockmeer einen halben Tag. Lohnt sich das? Wer sich für polnische Geschichte interessiert, findet hier auf engem Raum slawische Vorgeschichte, Königsfrömmigkeit, Gefängnis- und Kriegsgeschichte – und dazu eine der schönsten Waldlandschaften Mittelpolens.
Am vollsten wird es zu den beiden Ablassfesten: am ersten Sonntag im Juli und am 14. September (Kreuzerhöhung). Sonntags werden die Reliquien in einer Prozession in die Basilika getragen, und nach der Messe segnet der Priester die Gläubigen damit. Wer Ruhe sucht, kommt an einem Werktag vormittags. Für Familien ist die asphaltierte Straße von Huta Szklana auch mit Kinderwagen gut machbar; Kinder sind meist vom Blockmeer und den Grüften am meisten beeindruckt.
In Nowa Słupia lohnt das Museum der Altertümlichen Eisenverhüttung, über dem Dorf Święta Katarzyna erhebt sich die Łysica, der höchste Berg der Region. Direkt am Kloster bietet das Pilgerhaus Zimmer und ein Café in der „Alten Apotheke".
Klasztor czynny codziennie 9:00–17:00, w sezonie letnim do 20:00; przewodnik klasztorny po wcześniejszej rezerwacji telefonicznej.
Klasztor nie publikuje cennika zwiedzania; wejście na teren ŚPN w celach turystycznych 11 zł (ulgowy 5,50 zł), galeria widokowa na gołoborzu 14 zł (ulgowy 7,50 zł).
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026