Berge & Gipfel
Bis 2018 galt der Westgipfel der Łysica mit seinem Kreuz (612 m) als höchster Punkt des Berges. Messungen von 2018 zeigten, dass die Skała Agata — der felsige Ostgipfel — fast zwei Meter höher aufragt, auf 614 m ü. M. Damit bestätigte sich der Status der Łysica als höchster Gipfel des Heiligkreuzgebirges.
Der Berg liegt im Westen der Łysogóry, südöstlich des Dorfes Święta Katarzyna, im streng geschützten Bereich des Nationalparks Heiligkreuzgebirge. Die beiden Gipfel stehen etwa 700 Meter auseinander: im Osten die Skała Agata (auch Zamczysko genannt), ein rund ein halber Kilometer langer Quarzitausläufer, im Westen der kaum niedrigere Gipfel (613 m) mit einer Replik des Gedenkkreuzes von 1930. Die Aussicht ist begrenzt: Vom Westgipfel sieht man die Góra Miejska und Psarska, der Rest verschwindet im Wald.
Die Łysica ist vollständig bewaldet: Am Gipfel wächst Tanne, darunter geht der Wald in Tannen-Buchenbestände über. Blockmeere — die Gołoborza — ziehen sich nördlich und südlich des Gipfels die Hänge hinab. Am Südhang liegt in etwa 590 m Höhe ein kleines Hochmoor, am Nordhang entspringen Bäche. Im Gipfelbereich brüten Schelladler, Sperber und Baumfalken. Über den Berg führt der Edmund-Massalski-Hauptwanderweg des Heiligkreuzgebirges von Gołoszyce nach Kuźniaki.
Die klassische Runde startet in Nowa Słupia und führt über Święty Krzyż; kürzere Aufstiege beginnen in Święta Katarzyna. Diesen Gipfel besteigt man wegen Wald und Blockmeeren, nicht wegen der Panoramasicht. Das ganze Massiv steht unter strengem Schutz — bleiben Sie auf den markierten Wegen. Eine Kuriosität zum Schluss: Mit 614 m ist die Łysica der niedrigste Gipfel in der Krone der Polnischen Berge.
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