Am Ufer des Góreckie-Sees steht ein weißer Palast, der heute der Natur dient – gebaut wurde er jedoch für einen der schlimmsten Verbrecher im besetzten Großpolen. Arthur Greiser, Reichsstatthalter im Wartheland, ließ hier während des Zweit…
Im 14. Jahrhundert gehörte Poznań (Posen) zu den am stärksten befestigten Städten Polens: Eine Backsteinmauer von rund 1,7 km Länge und bis zu 11 Metern Höhe wurde von etwa 35 Türmen im Abstand von 35–45 Metern verstärkt. Erhalten sind nur…
Von der Straße an der Warthe sieht man zuerst zwei durchbrochene Türme und eine gewaltige Kuppel – die barocke Krone einer Abtei, die im 18. Jahrhundert als ältestes Zisterzienserkloster der polnisch-litauischen Adelsrepublik galt. Hinter…
1806 kam Napoleon in das Zisterzienserinnenkloster von Owińska – und der Legende und Literatur nach wurde genau hier ein Attentat auf ihn versucht. Acht Kilometer von der Stadtgrenze Poznańs entfernt steht ein barockes Ensemble mit der zwe…
Das Szklarka-Tal ist ein bewaldeter Winkel im Osten von Poznań (Posen) direkt neben dem Neuen Zoo, durch den ein Bach zur Cybina und zum Malta-See fließt. Bekanntestes Ziel im Tal war der hölzerne Baumwipfelpfad – doch seit dem 31. Dezembe…
Am Marktplatz von Pyzdry steht zwischen gemauerten Bürgerhäusern ein Holzhaus mit einem Laubengang auf vier Pfosten. Es wurde 1768 erbaut und ist das älteste erhaltene Wohnhaus der einstigen königlichen Stadt an der Warthe. Heute gehört es…
Die kleine Holzkirche an der ul. Więźniów Politycznych erinnert eher an eine orthodoxe Kirche als an ein typisches großpolnisches Gotteshaus: Sie steht auf dem Grundriss eines griechischen Kreuzes, über der Mitte erhebt sich eine achteckig…
Auf einem kleinen Hügel in Buk, wo vor der Stadtgründung vielleicht eine Burgsiedlung lag, steht seit 1760 die Heilig-Kreuz-Kirche aus Lärchenholz – ein seltenes Beispiel einer Holzkirche über griechischem Kreuz, mit gleich langen Armen un…
Die Lärchenholzkirche St. Andreas in Nowa Wieś Królewska entstand um 1550–1580 unter König Sigismund II. August und gehört zu den ältesten Holzkirchen Großpolens. Gestiftet wurde sie sehr wahrscheinlich aus der königlichen Kasse, der König…
Mitten auf dem Marktplatz von Sulmierzyce steht ein weiß verputzter Bau mit Schindeldach und Dachreiter, auf dessen Wetterfahne die Jahreszahl 1743 prangt. Unter dem Putz verbergen sich Wände in Blockbauweise: Es ist das einzige vollständi…
Ende des 18. Jahrhunderts drehten sich in Rydzyna 24 Windmühlen. Heute ist nur eine übrig: eine hölzerne Bockwindmühle namens „Józef" auf der Młyńska Góra (Mühlenberg) an der Wyspiańskiego-Straße, mitten in einer Einfamilienhaussiedlung. S…
Die Gnesener Bronzetür (Drzwi Gnieźnieńskie) im Dom von Gnesen (Gniezno) gehört zu den bedeutendsten romanischen Bronzearbeiten Europas. Auf achtzehn Reliefs erzählt sie das Leben und Martyrium des heiligen Adalbert von Prag – eine Seltenh…
Das Herrenhaus in Koszuty bei Środa Wielkopolska (Schroda) ist einer der wertvollsten hölzernen Adelssitze Polens und Sitz des Museums des Schrodaer Landes. Der Lärchenholzbau von etwa 1760 mit Eckpavillons und gebrochenem Dach wirkt wie a…
In diesem Gutshaus bei Kalisz wurde 1889 Maria Dąbrowska geboren, die Autorin von „Nächte und Tage“, und verbrachte hier Kindheit und Jugend bis 1907. Das Haus gehörte nie ihrer Familie – ihr Vater Józef Szumski war Verwalter des Gutes. Se…
Dieser kleine Pavillon am Bahnhof Poznań Główny wurde für Kaiser Wilhelm II. gebaut – in die Geschichte ging er aber durch einen ganz anderen Gast ein. Am 26. Dezember 1918 jubelten hier Menschenmassen dem Pianisten und Politiker Ignacy Ja…
Die Dziewicza Góra („Jungfrauenberg“, früher deutsch Annaberg) ist mit 144,9 m die höchste Erhebung der Puszcza Zielonka bei Posen (Poznań). Der bewaldete Hügel liegt in der Gemeinde Czerwonak, etwa 10 km nordöstlich der Posener Innenstadt…
Remise, Stall, Scheune, Hühnerstall, Speicher und Vorratshaus vom Set des Films „Pan Tadeusz“ von Andrzej Wajda landeten nach den Dreharbeiten nicht auf dem Müll. Die von Goralen, Zimmerleuten aus dem Gebirge, errichteten Kulissen wurden v…
Auf dem Marktplatz von Pobiedziska, auf halbem Weg zwischen Posen und Gnesen, ruhen drei legendäre Brüder auf einem großen Felsblock in der Mitte eines runden Beckens. Der Brunnen von Lech, Czech und Rus ist ein kleines Denkmal mit Bronzef…
Über dem Tor von Fort VII an der ul. Polska in Poznań (Posen) steht „Konzentrationslager Posen“. Dies ist keine militärhistorische Attraktion, sondern ein Gedenkort: 1939–1944 betrieben die Deutschen hier ein Lager, das sie selbst „Lager d…
An der Ostwand des größten Saals, dort, wo in einer Kirche der Altar stünde, hängt „Die Jungfrau von Orléans“ – das größte Gemälde von Jan Matejko. So plante es Edward Aleksander Raczyński, der seiner Sammlung 1910 einen eigenen, öffentlic…
Glinianki sind geflutete ehemalige Tongruben an den Hängen der Osowa Góra in Mosina, im Stadtteil Pożegowo. Wo jahrzehntelang Rohstoff für die Ziegelei abgebaut wurde, liegt heute ein ruhiger, grüner Badeplatz mit Sandstrand direkt am Rand…
Die Gnesener Schmalspurbahn (Gnieźnieńska Kolej Wąskotorowa) gehört zu den ältesten Kleinbahnen Großpolens – ihre Geschichte begann 1884. Das frühere Netz verband Gniezno mit Witkowo, Powidz und Anastazewo; heute fahren Züge saisonal nur a…
Die Golgota in Licheń Stary ist ein künstlicher Hügel aus Feldsteinen und Beton auf dem Gelände des Marienheiligtums von Licheń, eines der meistbesuchten Wallfahrtsorte Polens. Ein verschlungener Pfad führt durch ein Labyrinth aus Grotten,…
Der Gród Pobiedziska ist eine rekonstruierte frühmittelalterliche Burganlage und ein Familien-Geschichtspark in Großpolen, auf halber Strecke zwischen Posen (Poznań) und Gnesen (Gniezno) am Piastenweg. Hinter der Holzpalisade stehen Belage…