Museen
Koszuty, Großpolen
Das Herrenhaus in Koszuty bei Środa Wielkopolska (Schroda) ist einer der wertvollsten hölzernen Adelssitze Polens und Sitz des Museums des Schrodaer Landes. Der Lärchenholzbau von etwa 1760 mit Eckpavillons und gebrochenem Dach wirkt wie aus einem polnischen Historienroman. Drinnen erlebst du, wie eine großpolnische Gutsbesitzerfamilie vor rund hundert Jahren wohnte. Ein ruhiges, kleines Museum für ein bis zwei Stunden, gut kombinierbar mit Schloss Kórnik oder der Schmalspurbahn.
Erbaut wurde das Haus vermutlich für Józef Zabłocki. Es ist eine seltene Fachwerkkonstruktion aus Lärche mit Lehmfüllung auf einer Eichenschwelle; gemauert sind nur die Schornsteine und der halbrunde Vorbau des Salons. Vier Eckpavillons, polnisch alkierz, rahmen den rechteckigen Grundriss. Die heutige Dachform und die kleinen Frontpavillons stammen vom Umbau 1902, seit 1983 liegt wieder ein Schindeldach.
2018 wurde das Ensemble aus Herrenhaus und Park zum Geschichtsdenkmal (Pomnik Historii) erklärt, der höchsten Denkmalkategorie Polens. Begründung: ein landesweit repräsentatives Beispiel des Herrenhauses mit Eckpavillons, des typischsten polnischen Landsitzes der Frühen Neuzeit.
Der Rundgang beginnt am Vorbau mit durchbrochener Holzbalustrade. Die Dauerausstellung „Kleiner Gutssitz in Großpolen“ zeigt Möbel, Gemälde und Alltagsgegenstände um 1900. Herzstück ist der ovale Salon in der Mittelachse, um den sich die Zimmer symmetrisch als Enfilade reihen. Im Obergeschoss hängen alte Karten und Pläne von Środa, darunter ein über 200 Jahre alter Stadtplan. Daneben stehen ein Nebengebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ein Park.
Plane etwa eine Stunde ein, mit Parkspaziergang mehr. Die Beschriftung ist überwiegend polnisch; eine Führung kostet 50 Złoty pro Gruppe – frag vorab nach einer Führung auf Deutsch oder Englisch. Das Museum veranstaltet Workshops und Konzerte, 2026 auch monatliche Familiensonntage für Kinder von 5 bis 10 Jahren; den Kalender findest du auf der Museumswebsite.
Erwarte kein prunkvolles Schloss: Koszuty war ein Wohnhaus, kein Repräsentationsbau, und gerade deshalb bekommst du ein glaubwürdiges Bild vom Alltag des polnischen Landadels. Ein guter Tagesplan: vormittags Koszuty, mittags Kórnik mit Schloss und Arboretum, an einem Sommerwochenende nachmittags eine Fahrt mit der Schmalspurbahn.
Barrierefreiheit: eine Stufe am Eingang, mobile Rampe auf Wunsch (Klingel an der Veranda), barrierefreies WC, Behindertenparkplatz am Eingang.
Stand: Oktober 2026
Kontakt: +48 733 450 733, muzeum@koszuty.pl.
Koszuty liegt zwischen Kórnik und Środa Wielkopolska, wenige Kilometer westlich von Środa und etwa 35 km vom Zentrum von Posen (Poznań). Von Berlin bist du über die A12 und die polnische A2 in gut drei bis vier Stunden in Posen. Navi-Adresse: Koszuty 27. Radfahrer erreichen das Haus von der Haltestelle Słupia Wielka der Schrodaer Kreisbahn in etwa 2 km.
Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026
Wt–pt 9:00–15:00, pon. nieczynne; w weekendy (sob–nd 11:00–15:00) muzeum czynne od kwietnia do października – od listopada do marca weekendy nieczynne.
Normalny 20 zł, ulgowy 15 zł; w środę wstęp wolny; przewodnik 50 zł, lekcja muzealna 25 zł.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026