Kirchen & Klöster
Nowa Wieś Królewska, Großpolen
Die Lärchenholzkirche St. Andreas in Nowa Wieś Królewska entstand um 1550–1580 unter König Sigismund II. August und gehört zu den ältesten Holzkirchen Großpolens. Gestiftet wurde sie sehr wahrscheinlich aus der königlichen Kasse, der König selbst übernahm das Patronat. Obwohl sie mitten in Großpolen steht, zeigt sie Merkmale, die eher für die Holzkirchen Kleinpolens typisch sind.
Nowa Wieś war ein königliches Dorf der Starostei Pyzdry. Die Kirche wurde als spätgotischer, einschiffiger Blockbau errichtet. Vor 1658 vergrößerte man das Schiff, vor 1737 kamen Turm und Seitenvorhalle hinzu, und die Sakristei wurde erweitert. 1925 wurde das Schiff verlängert, und bei der Restaurierung 1973–1979 legte man im Chor Fragmente von Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert frei. Spätere Reparaturen haben manche ursprünglichen Stilmerkmale verwischt, den hölzernen Charakter aber nicht verändert.
Die Kirche steht im südöstlichen Teil des Dorfes an der Straße von Września nach Pyzdry, auf dem ehemaligen Kirchhof mit Holzzaun. Von außen können Sie sie jederzeit ansehen; hinein kommen Sie am einfachsten zu den Gottesdiensten – die Pfarrei nennt Messen sonntags um 10:00 Uhr und werktags um 16:00 Uhr, Änderungen sind möglich. Planen Sie 20–30 Minuten ein. Im Dorf steht außerdem eine historische Bockwindmühle.
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