Natur
Klimkówka, Kleinpolen
Der Klimkówka-See (Jezioro Klimkowskie) ist ein Stausee an der Ropa in den Niederen Beskiden im Südosten Polens. Bewaldete Hänge, kleine Buchten und ein Verbot für Motorboote machen ihn zu einem ruhigen Ziel abseits der großen Ferienorte. Im Sommer gibt es an der Wasserstation Strände und einen Aussichtsturm, im Herbst lohnt sich ein Spaziergang oder eine Radtour zwischen bunten Wäldern.
Der See liegt wenige Kilometer südlich der Kleinstadt Gorlice, etwa 2,5 Autostunden von Krakau (Kraków). Aus Deutschland ist er eher Etappe einer Karpaten-Rundreise als Tagesziel. Öffentliche Verkehrsmittel sind selten – am besten fährst du mit dem Auto: von Gorlice oder Nowy Sącz durch Ropa auf der Kreisstraße Richtung Wysowa und dann die dritte asphaltierte Abfahrt zur Wasserstation (die erste führt zur Staumauer, für Besucher gesperrt).
Der Bau der Staumauer begann in den 1970er-Jahren, geflutet wurde 1994. Die 37 m hohe Mauer sperrt das Ropa-Tal an seiner engsten Stelle; das alte Dorfzentrum von Klimkówka und die frühere Straße liegen heute unter Wasser. Der See ist rund 306 Hektar groß, etwa 6,5 km lang und bis zu 31 m tief. Er dient dem Hochwasserschutz, liefert Trinkwasser für Gorlice und Jasło und treibt ein kleines Wasserkraftwerk an. Filmfreunde aufgepasst: Kurz nach dem Fluten spielte der See den Dnjepr im polnischen Historienepos „Mit Feuer und Schwert“.
Zentraler Zugang ist die Wasserstation (Stanica Wodna) Klimkówka der Gemeinde Ropa:
In der Saison verleihen private Anbieter Kajaks und Tretboote, ein Imbiss hat geöffnet.
Laut Mitteilung vom August 2026 wurde wegen anhaltend niedrigen Wasserstands weder 2025 noch 2026 ein bewachter Badebereich eingerichtet. Baden ist nicht verboten, aber auf eigene Gefahr; Wasserproben zeigten keine Überschreitungen. Die Ufer sind breit und steinig – Badeschuhe helfen.
Die Saison an der Wasserstation läuft vom 15. Juni bis 31. August (Stand: Oktober 2026). Dann werden Gebühren für Einfahrt/Parken und Camping nach Gemeindetarif in Złoty erhoben. Außerhalb der Saison gibt es weder Personal noch Rettungsschwimmer oder Verleih, das Gelände eignet sich dann vor allem für Spaziergänge. Für einen Rundgang am Ufer mit Aussichtsturm reichen 1,5–2 Stunden. Die Beschilderung ist meist nur auf Polnisch; Auskünfte gibt das Gemeindekulturzentrum GOK Ropa (+48 18 353 06 11).
Familien schätzen die flachen Strände und die Ruhe ohne Motorboote, Radfahrer und Spaziergänger die beleuchteten Uferwege. In der Saison kannst du gegen Gebühr zelten oder mit dem Wohnmobil übernachten; Stellplätze werden nach vorheriger Absprache vergeben. Das Nordostufer ist steil und bewaldet, das Südwestufer an der Straße flach und gut erreichbar – dort spielt sich fast alles ab. Im Oktober ist es hier still: ideal für Fotos der herbstlichen Wälder, die sich im Wasser spiegeln.
Ja, wenn du die Niederen Beskiden erkundest: Kombiniere den See mit den Holzkirchen der Region (einige stehen auf der UNESCO-Liste) und dem Kurort Wysowa-Zdrój.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026