Kirchen & Klöster
Brunary, Kleinpolen
Die Holzkirche (Cerkiew) St. Michael Erzengel in Brunary Wyżne ist eine ehemals griechisch-katholische Kirche der Lemken aus dem 18. Jahrhundert in den Niederen Beskiden – heute die römisch-katholische Pfarrkirche des Dorfes Brunary. Seit 2013 gehört sie zu den acht polnischen Bestandteilen des UNESCO-Welterbes „Holzkirchen der Karpatenregion in Polen und der Ukraine“. Nach einem Umbau im 19. Jahrhundert ist sie größer als die meisten Nachbarkirchen, und ihr in Blautönen ausgemalter Innenraum gehört zu den eindrucksvollsten der Region.
Brunary liegt in den Niederen Beskiden (Beskid Niski), etwa 10 km von Uście Gorlickie, 23 km von Gorlice, 34 km von Nowy Sącz (Neu Sandez) und rund 140 km südöstlich von Krakau (Kraków) – gut 2,5 Stunden mit dem Auto. Aus Deutschland fährst du über die A4 bis Krakau und weiter über Nowy Sącz. Die UNESCO-Kirche in Kwiatoń ist nur etwa 14 km entfernt. Mit dem Auto lassen sich mehrere Holzkirchen der Gegend bequem an einem Tag verbinden. Offizielle Angaben zum Parken gibt es nicht.
Die erste Kirche in Brunary entstand nach 1616, als im Dorf eine unierte (griechisch-katholische) Pfarrei gegründet wurde. Ein zweiter Bau folgte 1653, die heutige Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1831 wurde sie umgebaut und vergrößert: Der alte Altarraum wurde mit dem Schiff verbunden, ein neuer, dreiseitig geschlossener Altarraum angefügt und das Ganze neu eingedeckt. Trotzdem bewahrte sie den Charakter einer westlemkischen Kirche. Die Steinmauer um den Kirchhof stammt laut regionalem Tourismusportal von 1830.
Nach der Zwangsumsiedlung der Lemken in der „Aktion Weichsel“ 1947 übernahm die römisch-katholische Kirche das Gebäude. Heute dient es der Pfarrei Mariä Himmelfahrt im Bistum Tarnów. Neben der Kirche liegt das Grab von Pfarrer Antoni Pohorecki, der die Gemeinde von 1932 bis 1940 leitete.
Die am 21. Juni 2013 eingetragene Welterbestätte umfasst 16 Holzkirchen – je acht in Polen und in der Ukraine –, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert von orthodoxen und griechisch-katholischen Gemeinden aus waagerechten Balken errichtet wurden. Zum polnischen Teil gehören Brunary Wyżne, Chotyniec, Kwiatoń, Owczary, Powroźnik, Radruż, Smolnik und Turzańsk. Insgesamt hat Polen heute 18 Welterbestätten; zuletzt kam im Juli 2026 das modernistische Zentrum von Gdynia hinzu.
Die Kirche folgt dem dreiteiligen lemkischen Grundriss und ist in Blockbauweise errichtet. Das frühere Brunary Wyżne ist heute Teil des Dorfes Brunary, doch der alte Name lebt in der UNESCO-Bezeichnung fort. Über dem Vorraum erhebt sich ein Turm mit geneigten Wänden; ähnliche Hauben krönen Schiff und Altarraum, jeweils mit einem schmiedeeisernen Kreuz. Die Dächer sind teils mit Schindeln, teils mit Brettern gedeckt.
Auf der Website der Pfarrei gibt es einen virtuellen Rundgang durch den Innenraum.
Laut Pfarrei (Stand: Oktober 2026) ist die Kirche ganzjährig zu besichtigen. In der Saison (Mai–Oktober): Mittwoch 9–17 Uhr, Donnerstag bis Samstag 9–18 Uhr, Sonn- und Feiertage 12–17 Uhr; das Tourismusportal nennt zusätzlich eine Pause von 13:00 bis 13:30 Uhr und Besuche montags und dienstags nach Vereinbarung. Außerhalb der Saison (November–April), also auch im Winter 2026/27, wird die Kirche auf Wunsch geöffnet – nach vorheriger Absprache mit der Führerin (+48 536 723 418), dem Pfarrhaus (+48 18 351 67 76) oder per E-Mail an parafia@brunary.pl. Eintrittspreise sind nicht veröffentlicht; eine Spende in Złoty (PLN) ist willkommen. Im Winter ist die Kirche unbeheizt.
Der farbenfrohe Innenraum begeistert auch Besucher, die sonst wenig mit Kirchen anfangen können; Kinder suchen gern die gemalten Weinranken. Wer die Geschichte der Lemken verstehen will, findet hier ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer Kultur. Am Eingang gibt es Stufen und Schwellen – bei eingeschränkter Mobilität vorher anrufen.
Ja – wer die lemkischen Holzkirchen erkundet, sollte Brunary nicht auslassen: Die reich bemalte Kirche ist ein schöner Kontrast zu den schlichteren Nachbarn. Plane 30 bis 45 Minuten ein und kombiniere den Besuch mit Kwiatoń und Owczary von derselben UNESCO-Liste.
Zeiten gültig bis 31. Oktober 2026
Sezon V–X: śr. 9:00–17:00, czw.–sob. 9:00–18:00, niedz. i święta 12:00–17:00 (wg VisitMałopolska przerwa 13:00–13:30; pon.–wt. po umówieniu); XI–IV (zima 2026/27) na życzenie po wcześniejszym kontakcie.
Cennika nie opublikowano – zwyczajowo ofiara.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026