Museen
Krynica-Zdrój, Kleinpolen
Das Nikifor-Museum in Krynica-Zdrój ist ein kleines, aber besonderes Museum für Nikifor Krynicki, einen lemkischen Autodidakten, der heute zu den bekanntesten Vertretern der naiven Malerei in Europa zählt. Es befindet sich in der hellblauen Holzvilla „Romanówka“ an den Dietl-Boulevards, nur wenige Schritte von der Hauptwandelhalle entfernt. Dich erwarten Dutzende Originalwerke, die einfachen Malutensilien des Künstlers und eine bewegende Lebensgeschichte.
Nikifor, eigentlich Epifaniusz Drowniak, wurde am 21. Mai 1895 in Krynica geboren – damals Teil des österreichischen Galizien. Seine Mutter war eine arme, taubstumme Lemkin; die Lemken sind ein ostslawisches Bergvolk der Karpaten. Nikifor lebte meist in Armut, galt als geistig behindert und malte auf Karton, Heftumschlägen und Papierresten – fast 40 000 Arbeiten sind überliefert. Schon 1930 lernten polnische und ukrainische Maler in Paris seine Bilder kennen; 1949 folgte die erste Ausstellung in Warschau, 1958 eine Galerieausstellung in Paris. 1947 wurde er im Zuge der „Aktion Weichsel“, der Zwangsumsiedlung der Lemken und Ukrainer, in den Westen Polens deportiert. Zweimal kehrte er zu Fuß nach Krynica zurück, beim dritten Mal durfte er bleiben. Ein Gericht in Muszyna trug ihn 1962 als „Nikifor Krynicki“ ein; erst 2003 wurde er offiziell als Epifaniusz Drowniak anerkannt. Er starb am 10. Oktober 1968 und liegt auf dem Alten Friedhof von Krynica begraben. Der Film „Mein Nikifor“ (2004) mit Krystyna Feldman machte sein Leben einem breiten Publikum bekannt.
Das Museum ist eine Außenstelle des Museums des Sandezer Landes (Muzeum Ziemi Sądeckiej) in Neu Sandez (Nowy Sącz), das die weltweit größte Nikifor-Sammlung besitzt. Die Holzvilla im Schweizer Stil aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand ursprünglich an anderer Stelle; 1990 wurde sie abgebaut, restauriert und hier wieder aufgebaut. Das Museum öffnete 1995.
Plane 45 bis 60 Minuten ein; die Beschriftungen sind überwiegend polnisch, eine Übersetzungs-App hilft weiter.
Stand: Oktober 2026, laut Website des Museums:
Eintritt (seit 1. Mai 2026): 24 PLN, ermäßigt 19 PLN, Familienticket 73 PLN (2 Erwachsene + 2 Kinder bis 16). Donnerstags ist der Eintritt frei.
Adresse: Bulwary Dietla 19, Krynica-Zdrój. Von Krakau (Kraków) fährst du über Neu Sandez etwa 2,5 Stunden, auch die Bahn fährt über Neu Sandez. Aus Deutschland geht es über die A4 via Görlitz, Breslau und Kattowitz. Einen eigenen Parkplatz hat das Museum nicht, nutze die gebührenpflichtigen Parkplätze im Zentrum.
Auf jeden Fall, wenn dich Kunst oder die Geschichte der Minderheiten in den Karpaten interessiert. Ideal kombiniert mit einem Bummel über die Promenade und einem Becher Heilwasser in der Wandelhalle nebenan.
Wt., śr., pt., sob. 10:00–13:00 i 14:00–17:00 (ostatnie wejście 16:30); czw. i niedz. 10:00–15:00 (ostatnie wejście 14:30); poniedziałki i wybrane święta nieczynne; grafik całoroczny.
Normalny 24 zł, ulgowy 19 zł, rodzinny 73 zł (cennik od 1.05.2026); w czwartki wstęp bezpłatny.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026