Natur
Siedlec, Schlesien
Wenige Dutzend Meter von einem Waldweg bei Złoty Potok entfernt steht ein Kalkfelsen mit einer ovalen Durchbruchsöffnung von etwa 5 m Breite und 4 m Höhe. Das Twardowski-Tor (Brama Twardowskiego) ist eine natürliche Felsbrücke im Naturschutzgebiet Parkowe, benannt vom Dichter Zygmunt Krasiński. Eine Sage verbindet es mit dem berühmtesten polnischen Zauberer, und der kurze Zustieg macht es zu einem guten Ziel für Familienspaziergänge.
Der Kalkstein entstand im Jura am Meeresboden aus den Resten von Meereslebewesen. Die Öffnung ist vermutlich der Rest eines eingestürzten Karsthöhlensystems. Krasiński spazierte oft durch diese Wälder und gab vielen Felsen und Quellen ihre Namen; schon zu seiner Zeit baute man für Besucher Holzstufen, die auf Stichen von 1857 und 1874 zu sehen sind.
Der Sage nach stammen die Abdrücke im Fels von den Krallen des Teufelshahns, auf dem Pan Twardowski – eine Art polnischer Faust – von hier zum Mond aufbrach. Einer anderen Überlieferung zufolge heiratet ein Mädchen, das durch das Tor geht, schon bald.
Seit 2002 ist das Twardowski-Tor ein Naturdenkmal. Es liegt im Naturschutzgebiet Parkowe, das 1957 zum Schutz der Hügel, von Teilen des Wiercica-Tals und alten Baumbeständen eingerichtet wurde. Im September 1939 kämpften in den umliegenden Wäldern polnische Soldaten gegen deutsche Truppen – direkt am Felsen verläuft der grün markierte, 7,3 km lange Weg der Kämpfe der 7. Infanteriedivision.
Genau genommen steht der Felsen auf dem Gebiet des Dorfes Siedlec (Gemeinde Janów), an der Straße von Siedlec zur Woiwodschaftsstraße 793, etwa 600 m von der Kreuzung entfernt. Die Staatsforsten empfehlen einen kleinen Parkplatz am Straßenrand beim Einstieg in den Pfad (GPS 50.688940, 19.404225); hin und zurück sind es etwa 300 m und eine halbe Stunde. Der Zugang ist ganzjährig frei. Nach Regen sind Kalkstein und Wurzeln rutschig, das Besteigen brüchiger Felspartien ist verboten. Gut kombinieren lässt sich der Spaziergang mit den Quellen Zygmunt und Elżbieta, die Krasiński 1857 nach seinen Kindern benannte, und mit der Ostrężnicka-Höhle.
Teren leśny i plenerowy; brak stałych godzin otwarcia.
Wstęp bezpłatny.
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