Natur
Olsztyn, Schlesien
Die Gemeinde Olsztyn nennt diesen Ort ein „offenes Buch der Geologie“, und treffender lässt er sich kaum beschreiben. Der stillgelegte Steinbruch auf dem Hügel Kielniki, rund 1 km südöstlich der Burgruine von Olsztyn bei Częstochowa, gibt den Blick ins Innere eines Jurahügels frei: Kalksteinwände mit Linsen ehemaliger Schwammriffe, Verwerfungen, Karsttrichter und der Eingang einer beim Abbau entdeckten Höhle. Er ist eine Station eines geologischen Lehrpfads und eine gute Ergänzung zum Besuch der Burg.
Der Kalkstein aus Kielniki wurde vor allem zu Branntkalk für das Bauwesen verarbeitet, in Olsztyn gab es mehrere Kalköfen. In den 1970er-Jahren stellte man den Abbau ein, aus Gründen des Naturschutzes und weil er die nahe Burgruine gefährdete. Zurück blieb eine große, flache Senke, die an drei Seiten von sehr steilen Wänden umgeben ist.
Heute ist der Steinbruch ein Geotop und ein Ausflugsziel. Durch ihn führt ein markierter Pfad mit Infotafeln, angelegt auf Initiative des Polnischen Geologischen Instituts. Die gesamte Route ist rund 5 km lang und dauert etwa 3 Stunden.
Am südöstlichen Fuß des Hügels liegt eine zweite Höhle, die Jaskinia Magazyn. Die Gemeinde nennt beide als Beispiele für unterirdischen Karst.
Der Spaziergang beginnt am Fuß des Burgbergs an der ersten Tafel, die den Aufbau des Krakau-Tschenstochauer Hochlands beschreibt. Danach führt der Pfad nach Osten an der Felsgruppe Ostra Góra vorbei und über sandige Terrassen mit Blick auf die Góra Cegielnia. Laut dem regionalen Tourismusportal Śląskie Travel hat der blau markierte Weg zur Höhle eine Infotafel in der ulica Kościelna neben dem historischen Speicher.
Eintritt frei
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