Märkte & Altstädte
Ein Platz zu Füßen des Burgbergs in einer Kleinstadt am Adlerhorst-Wanderpfad, etwa 15 km südöstlich von Częstochowa. Nach der Revitalisierung verwandelte sich der einst stille Marktplatz in die Visitenkarte der Stadt — vom Platz aus sieht man die Ruine der Burg aus dem 13. Jahrhundert, und auf dem Pflaster stehen Brunnen und Balanzskulpturen.
Das Jura-Städtchen Olsztyn besaß von 1488 bis 1870 das Stadtrecht und erhielt es 2022 zurück. Die Siedlung entwickelte sich unter der Feste, die die schlesisch-kleinpolnische Grenze bewachte, und hat bis heute die räumliche Struktur mit dem Platz an der Achse der Hauptstraße bewahrt.
Nach der Neugestaltung schmücken den Platz Skulpturen wohlbekannter Tiere, Schuhe und Clowns, doch die größte Aufmerksamkeit erregen die Balanzwerke von Jerzy Kędziora, einem Bildhauer aus Częstochowa, Schöpfer der über der Brda in Bydgoszcz hängenden Skulptur „Der Fluss Überschreitende“. In einem Glaskasten steht ein Architekturmodell der Olsztyn-Burg zu ihren Glanzzeiten — im Maßstab 1:100, mit den Abmessungen 250 × 125 cm, gestiftet von der Jurajska-Galerie und der Architekturzeichenschule VERSO in Częstochowa.
Die erste Erwähnung der Olsztyn-Burg stammt aus dem Jahr 1306, ihr Ursprung im 13. Jahrhundert wurde durch Untersuchungen 2010 bestätigt. Kasimir der Große baute die Feste zu einem der stärksten Grenzpunkte aus; der Überlieferung nach wurde hier der zum Hungertod verurteilte Posener Woiwode Maćko Borkowicz gefangen gehalten. Die Ruine liegt etwa 400 m vom Marktplatz, der Spaziergang vom Platz zu den Mauern dauert nur wenige Minuten.
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