Kirchen & Klöster
Die Kirche Johannes des Täufers in Olsztyn steht am Fuß des Jura-Hügels mit den Burgruinen. Die barocke Kirche ergänzt den Besuch der Festung um ein späteres Kapitel der Ortsgeschichte, mit Engelsmotiven, wiederverwendetem Burgstein und einer ungewöhnlichen Krypta.
Die Pfarrei Olsztyn wurde 1552 errichtet; eine frühere Holzkirche brannte beim großen Stadtbrand von 1719 ab. Die heutige Kirche entstand 1722–1729 aus Stein der Burgruinen, unterstützt vom Starosten Jerzy Lubomirski. Der Bau wurde 1729 vollendet und konsekriert; die Ausstattung finanzierte sein Nachfolger Wojciech Męciński.
Die einschiffige Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss und zwei Seitenkapellen. Im Hochaltar hängt ein barockes Bild der Taufe Christi. Engelsmotive schmücken die Wände und die Kapelle der Heiligen Engel; sie erinnern an die frühere Bruderschaft der Schutzengel, die von Paulinermönchen aus Jasna Góra gefördert wurde. Alte Linden rund um die Kirche stehen unter Naturschutz.
Die ungewöhnlichste Erinnerung ist der durch eine Scheibe sichtbare mumifizierte Leichnam eines Teilnehmers der Konföderation von Bar. Seine Identität ist unbekannt, daher sollten lokale Vermutungen als Hypothesen gelten. Die Kirche steht in der Kościelna-Straße 6 und ist aktiv. Vor dem Besuch Gottesdienstzeiten und Kryptenzugang prüfen; anschließend Burgruinen und Marktplatz verbinden.
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