Natur
Unter dem Kalksteinhügel Ostrężnik im Dorf Siedlec bei Złoty Potok liegt eine horizontale Höhle von 90 Metern Länge — ein System von Gängen und kleinen Kammern, das früher als Verliese und Keller der Burg Ostrężnik diente, die auf dem Hügelkamm stand.
Die Höhle hat kaum Tropfsteinschmuck; geschmückt wird sie durch die gescheckte, tarnmusterartige Färbung des Gesteins. Der niedrige, breite Eingang an der Nordwestseite lässt die Höhle laut Einheimischen 'atmen' — daher der alte Beiname 'die Lungen'. Die Kammern werden in die Tiefe niedriger, die hinteren Partien erfordern Bücken.
Die Tür, die einst den Eingang zu den unterirdischen Verliesen sicherte, wird noch heute in der Kirche von Złoty Potok aufbewahrt. Mit der Höhle verbindet sich auch die Legende von einem Hirten, der im Untergrund Gold fand, auf der Flucht aber ein Mädchen dem Tod überließ — ein herabstürzender Fels trennte ihm die Ferse ab, daher der Beiname Piętak ('Ferse').
Die Höhle liegt im Naturschutzgebiet Ostrężnik, etwa 170 Meter südlich der Woiwodschaftsstraße 793 zwischen Janów und Żarki. Ein einfaches Ausflugsziel von Złoty Potok — der Eintritt ist frei, Taschenlampe und festes Schuhwerk sind Pflicht. Auf dem Gipfel sehen Sie die Burgruine.
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