Festungen
Zwischen den Burgen Bobolice und Olsztyn, auf dem Gipfel eines einsamen Felsens rund 400 m ü. M., wurde in den Jahren 1370–1391 ein Wehrturm errichtet, dessen Reste bei dem Dorf Suliszowice in der Gemeinde Żarki liegen. Erbauer war wahrscheinlich König Kasimir der Große oder Herzog Władysław Opolczyk. Die erste Erwähnung der Anlage stammt erst von 1581, und damals war sie vermutlich bereits verlassen.
Der Wachturm bestand aus zwei Teilen: einem oberen auf einem 15–20 Meter hohen Fels und einem unteren, umgeben von Wall und Graben. Bis heute erhalten blieb ein Wandabschnitt aus behauenen Kalksteinen von 19,5 Metern Länge und bis zu 1,8 Metern Dicke sowie Relikte von Gebäuden am Fuß des Felsens. Das ist deutlich mehr, als der legendenhafte Ruf einer völlig verschwundenen Anlage vermuten lässt, wenngleich die Reste vor allem von hinter der Einzäunung zu sehen sind — in den 1970er Jahren entstand auf der Vorburg ein Sommerhaus.
Der Wachturm liegt etwa 1 km von der Straße 793 zwischen Żarki und Złoty Potok auf dem blauen Weg der Jura-Wehranlagen. Empfehlenswert ist die Kombination zu einer Schleife mit den Felsen um Suliszowice und den Scheunen von Żarki, danach geht es weiter zum Reservat Parkowe in Złoty Potok. Am besten sieht man den Felsen im Morgenlicht, wenn die Kalksteinwand das Gefüge der behauenen Steine offenbart.
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