Denkmäler
Szydłów, Heiligkreuz
Das Krakauer Tor in Szydłów ist das einzige erhaltene der drei mittelalterlichen Stadttore und das Wahrzeichen des Städtchens, das gern das „polnische Carcassonne“ genannt wird. Der steinerne Torturm aus dem 14. Jahrhundert mit seiner Renaissance-Attika und zwei runden Ecktürmchen öffnet den Weg durch den laut Gemeinde am besten erhaltenen mittelalterlichen Mauerring im einstigen Königreich Polen. Der Besuch ist kostenlos – und der ideale Auftakt für einen Rundgang durch Szydłów.
Szydłów erhielt 1329 von König Władysław Ellenlang (Łokietek) das Stadtrecht. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts ließ sein Sohn Kasimir der Große die Stadt mit Mauern aus heimischem Kalkstein umgeben: rund 1,2 km lang, bis zu 1,8 m dick, mit etwa 7 Hektar Fläche eine der wichtigeren Festungen Kleinpolens. Drei Tore führten in die Stadt – das Krakauer, das Opatówer und das Wassertor. Die beiden letzten verfielen im 19. Jahrhundert und wurden größtenteils abgetragen.
Der Kern des Krakauer Tors stammt aus dem 14. Jahrhundert, die oberen Geschosse wurden Anfang des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil umgebaut. Nach Reparaturen in der Zwischenkriegszeit wurde das Tor 1946 nach Kriegsschäden wiederhergestellt und 2011 gemeinsam mit einem Mauerabschnitt saniert.
Kurios: 1822 wurden die Stadtmauern zur Versteigerung angeboten – doch niemand wollte sie kaufen, weil frischer Stein billiger war als Abbruchmaterial. So blieben rund 680 m Mauer bis heute erhalten.
Das Tor selbst ist ein Freiluftdenkmal ohne Eintritt und ohne Öffnungszeiten. Für die übrigen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gilt (Stand: Oktober 2026, Preise in Złoty, PLN):
Geöffnet ist von Mai bis September 10–18 Uhr, im April und Oktober 9–17 Uhr, von November bis März 8–16 Uhr; letzter Einlass eine Stunde vor Schluss. Tickets gibt es in den Touristeninformationen, Kartenzahlung ist möglich.
Szydłów liegt in der Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie), rund 40 km südöstlich von Kielce. Von Krakau (Kraków) fährst du etwa 2 Stunden (133 km), von Kielce gut 50 Minuten. Aus Deutschland bietet sich die Anreise über Breslau (Wrocław) und Krakau oder ein Abstecher während einer Kleinpolen-Rundreise an. Einen Bahnhof gibt es nicht, mit dem Auto bist du flexibler. Alle Parkplätze im Ort sind kostenlos, etwa an der ul. Staszowska 12 oder klein an der ul. Kazimierza Wielkiego nahe dem Tor.
Wer mittelalterliche Städtchen ohne Touristenmassen mag: unbedingt. Plane 2–3 Stunden für Tor, Mauern, Burg und Synagoge ein. Gut kombinierbar mit Sandomierz oder dem Heiligkreuzgebirge.
Hinter dem Tor liegen die Ruinen der Königsburg mit dem Schatzhaus (Skarbczyk), die Renaissance-Synagoge aus dem 16. Jahrhundert, das Burgtor und die gotische Backsteinkirche St. Ladislaus. Im August feiert der Ort sein Pflaumenfest – Szydłów gilt dank rund tausend Obstgärten als Polens Pflaumenhauptstadt.
Brama dostępna całodobowo (zabytek plenerowy); płatne obiekty w Szydłowie: V–IX 10:00–18:00, IV i X 9:00–17:00, XI–III 8:00–16:00, ostatnie wejście godzinę przed zamknięciem.
Wstęp wolny
Brama Krakowska, ul. Kielecka / ul. Kazimierza Wielkiego, 28-225 Szydłów
Route planenPrüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
GetYourGuide
Erlebnisse, Tickets und Touren in Szydłów — online buchbar.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Krakauer Tor in Szydłów.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026