Kirchen & Klöster
Die Kirche und das Hospital zum Heiligen Geist in Szydłów sind die Ruinen eines Ensembles am ehemaligen Opatowskie-Vorstadtbereich außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern. Die Reste von Kirche und Armenhaus erinnern daran, dass Szydłów nicht nur ein königlicher Wehrort, sondern auch ein Zentrum organisierter Fürsorge für arme und ältere Menschen war. Der kleine Freiluft-Halt erschließt eine weniger bekannte Seite der Stadtgeschichte.
Kirche und Hospital bildeten eine Stiftung für hilfsbedürftige Menschen. Eine Überlieferung verbindet die Gründung mit Kasimir dem Großen. Die Ruinen sind vorsichtig zu datieren: Archäologische Untersuchungen weisen auf eine gemauerte, einschiffige Kirche mit Sakristei aus den Jahren 1630–1635 hin. Die Hospitalgebäude besaßen getrennte Flügel für Frauen und Männer.
Die Mauerreste zeigen die Größe der ehemaligen Kirche und den Grundriss des Ensembles. Es handelt sich jedoch weder um einen restaurierten Innenraum noch um ein Museum mit Ausstellung. Die Ruinen sind vor allem ein Zeugnis der Sozialgeschichte: Neben dem Friedhof und außerhalb der Befestigung bestand hier jahrhundertelang ein Armenhaus für Kranke, Arme und Alte.
Die Ruinen können von außen besichtigt werden; feste Öffnungszeiten und einen Zugang ins Innere sollte man nicht ohne Bestätigung voraussetzen. Das Gelände ist uneben, festes Schuhwerk ist sinnvoll. Für einen kurzen Halt genügen 15–20 Minuten. Gut lässt sich der Besuch mit Krakauer Tor, Stadtmauer, Burg und Synagoge verbinden.
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