Paläste
Auf einem künstlichen Damm inmitten der ehemaligen Überschwemmungsgebiete des Flusses Czarna erhebt sich eine der interessantesten Wehranlagen der Woiwodschaft Heiligkreuz: eine Burg aus dem 14. Jahrhundert, die sich über Jahrhunderte zu einer barock-klassizistischen Residenz entwickelte. Der ovale Verlauf der mittelalterlichen Mauern mit dem Tor ist bis heute erhalten.
Ihre größte Blüte erlebte die Familie Kurozwęcki im Mittelalter; im 16. und 17. Jahrhundert bauten die Lanckorońskis die Burg aus und fügten den gotischen Kern in zwei Flügel ein, die über den Mauerring hinausreichten. Ihre heutige Gestalt erhielt die Residenz durch den Umbau von 1768 bis 1772 unter Leitung des Danziger Architekten Ferdynand Nax: Es entstanden der große Ballsaal im Obergeschoss, ein Garten, Pavillons von 1770, Nebengebäude und ein Speicher. Am Fronton prangen die Wappen von Anna Dembińska geb. Rawicz und General Maciej Sołtyk, deren Hochzeit von 1752 die Güter verband.
Im Juni 1787 kehrte König Stanisław August Poniatowski hier ein, auf dem Rückweg von seiner Begegnung mit Zarin Katharina II. am Dnepr.
Heute fungiert der Palast als Hotel, und das Umfeld bietet ein unerwartetes Programm: eine blutlose Safari unter amerikanischen Bisons, einen Mini-Zoo, ein Labyrinth, Seilrutschen und die Schatzsuche in den gotischen Kellergewölben. Besichtigungen sind ausschließlich mit einem ortskundigen Führer möglich; der Park des 18. Jahrhunderts wurde noch 1811–1820 und 1859–1873 umgestaltet.
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