Kirchen & Klöster
In Pacanów, einer Kleinstadt in der Region Ponidzie, bekannt durch Koziołek Matołek, steht die Martinskirche — das Sanktuarium des Sterbenden Christus, das 2008 von Benedikt XVI. zur Basilika minor erhoben wurde. Die Geschichte der Pfarrei reicht ins Mittelalter zurück: Die erste Kirche wurde in den Jahren 1109 bis 1118 auf Betreiben des Krakauer Bischofs Maurus errichtet.
Die Gründungsurkunde erneuerte im 13. Jahrhundert Bischof Iwo Odrowąż. 1610 entstand die Anna-Kapelle, deren Kult bis heute lebendig ist. Fünf Jahre später wurde die Figur des gekreuzigten Herrn Jesus, übertragen aus einer abgebrannten Hospital kirche, in die Kirche gebracht, und damals begannen die Freitagsandachten zum Kreuz. Auch die Kapelle des Herrn Jesus wurde angebaut, ein bis heute genutzter Ort der Verehrung.
1657 brannten während der Schwedischen Sintflut Stadt und Kirche nieder. Der Wiederaufbau ging zügig voran, und die folgenden Brände verschonten jedes Mal die Jesuskapelle, was den Kreuzkult stärkte. Dort versammeln sich die Gläubigen noch heute vor der Figur des Sterbenden Christus.
Das Sanktuarium ist täglich von 6.30 bis 19.00 Uhr geöffnet. Pacanów liegt an der Kreuzung der Landesstraßen 73 und 79 im Powiat Busko in der Woiwodschaft Heiligkreuz. Der Besuch lässt sich gut mit der Spur von Koziołek Matołek verbinden, dem Helden der Erzählungen von Kornel Makuszyński und Marian Walentynowicz, dessen Ruhm den Spruch befestigte, in Pacanów würde man Ziegen beschlagen.
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