Kirchen & Klöster
Szydłów, berühmt für seine erhaltenen Stadtmauern, verdankt seine Pfarrkirche König Kasimir dem Großen selbst: Die gotische Kirche St. Ladislaus entstand um 1355 an der Stelle eines älteren Holzbaus. Die Stiftung hatte Bußcharakter — der König sühnte damit die Tötung des Kanonikers Marcin Baryczka.
Die Kirche hat zwei Schiffe — ein seltener Aufbau unter den polnischen Pfarrkirchen. Fensterrahmungen, Gesimse und Sockel fertigte man aus heimischem Sandstein, die Portale aus Stein aus Pińczów. 1630 brannte die Kirche ab; nach dem Wiederaufbau bewahrte nur das Presbyterium seine ursprüngliche Form.
Neben der Kirche steht ein Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert — ein umgebauter Wehrturm, an dem bis heute Schießscharten sichtbar sind. An der Wehrmauer südlich der Kirche liegen die Ruinen eines gotischen Vikariehauses, das in den Kämpfen von 1944 zerstört wurde.
Die Kirche liegt am Kleinpolnischen Jakobsweg, einer wiederbelebten Route von Sandomierz nach Tyniec, die der mittelalterlichen Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela entspricht. Ein einziger Spaziergang durch Szydłów umfasst Burg, Mauern, Pfarrkirche und die Markierungen des Jakobswegs.
Die Kirche befindet sich in der ul. Staszowska 15, hinter dem Marktplatz, im Bereich der ehemaligen Stadtmauern. Das Innere ist während der Gottesdienste zugänglich, den Bau mit dem Glockenturm können Sie jederzeit betrachten.
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