Aussichtspunkte
Pietrowice Wielkie
Auf den Aussichtsturm in Pietrowice Wielkie führen genau 100 Stufen – eine für jedes Jahr der Unabhängigkeit, die Polen 2018 feierte, als der Turm eröffnet wurde. Von der oberen Plattform sieht man bei klarer Sicht die Mährische Pforte, die Senke zwischen Sudeten und Karpaten. Der Stahlturm steht in einem Tal neben der hölzernen Heilig-Kreuz-Kirche, sodass ein Halt Panorama und ein Bauwerk des 17. Jahrhunderts verbindet.
Der Turm wurde im November 2018 freigegeben. Mit dem Kreuz auf der Spitze ist er 22,83 m hoch und steht auf 230,17 m über dem Meeresspiegel. Verbaut wurden über 30 Tonnen Stahl. Die Plattformen liegen auf 3,5 m, 8,75 m, 14 m und 17,5 m, wer Höhe nicht mag, kann also früher haltmachen. Der Turm gehört zu einer Route von Aussichtstürmen und -plattformen an der oberen Oder; im Kreis Racibórz war er der dritte nach den Türmen an den Oderschleifen in Chałupki und am Schloss in Tworków.
Der Turm steht an der Zufahrt zum Parkplatz der Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz, etwa 2 km vom Ortszentrum entfernt. Die Holzkirche ließ Pfarrer Martin Mosler 1667 bei einem Brunnen errichten, in dem Hirten der Überlieferung nach ein Bild des Gekreuzigten fanden. Sie ist in Blockbauweise errichtet, mit Schindeln gedeckt und von soboty umgeben, überdachten Umgängen an den Außenwänden. Draußen stehen eine hölzerne Kanzel und ein Glockenturm mit zwei Glocken, daneben eine neugotische Kapelle von 1899 mit einer „wundertätigen Quelle".
Am Triumphbalken im Inneren erinnern Inschriften in drei Sprachen – Mährisch, Latein und Deutsch – an einen 1743 gewährten Ablass. Sie spiegeln die mehrsprachige Vergangenheit der Gegend, die jahrhundertelang teilweise zu Mähren gehörte. Rund um die Kirche hat die Gemeinde ein Arboretum und einen Grillplatz angelegt.
Eintritt frei
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