Museen
Das Museum in Racibórz nutzt zwei aneinanderstoßende Denkmäler nahe dem Marktplatz: die ehemalige gotische Kirche der Dominikanerinnen vom Heiligen Geist von 1327 in der Gimnazjalna-Straße 1 und das Gebäude der früheren Volksbank an der Chopina-Straße. Die Einrichtung wurde offiziell 1927 gegründet, ihre Wurzeln reichen aber bis 1819 zurück, als am Königlich-Evangelischen Gymnasium Lehrmittel gesammelt wurden. Heute umfassen die Sammlungen rund 30.000 Exponate aus Archäologie, Geschichte, Ethnografie, Kunst und Kunsthandwerk.
In der ehemaligen Kirche haben sich fürstliche Krypten erhalten, darunter das Grabmal von Valentin, dem letzten Přemysliden von Troppau-Ratibor, gestorben 1521. Ein rekordwürdiges Exponat ist ein gotischer Ofen, der als ältester Polens gilt — eine Seltenheit im mittelalterlichen europäischen Wohnbau.
Größte Attraktion ist die Mumie einer zwanzigjährigen Ägypterin namens Dżed-Amonet-ius-anch — „die Göttin Amonet sprach: sie wird leben“. Sie starb vor fast 3000 Jahren und gelangte im 19. Jahrhundert als Verlobungsgeschenk nach Racibórz, das seine Empfängerin nie erreichte und in die Museumssammlung gelangte. Neben ihr werden Kanopenkrüge aus der Zeit vom 11. bis 7. Jahrhundert v. Chr. aufbewahrt.
Die Ausstellungen verteilen sich auf beide Gebäude, planen Sie den Besuch also mit Zeitpuffer. Aktuelle Öffnungszeiten und Ticketpreise finden Sie unter muzeum-raciborz.pl. Das Museum liegt in Gehweite vom Ratiborer Marktplatz mit seinen Bürgerhäusern und der Burg — ein perfekter Halbtagesplan in dieser Stadt an der oberen Oder.
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