Märkte & Altstädte
Der Marktplatz ist seit dem Mittelalter der Mittelpunkt von Racibórz, doch sein heutiges Aussehen erzählt eine kompliziertere Geschichte als in den meisten schlesischen Altstädten. Die Kriegszerstörungen haben fast die gesamte ursprüngliche Bebauung verschlungen, und die heutigen Zeilen sind ein geschlossener, jüngerer Wiederaufbau in Renaissanceformen.
Das wertvollste Denkmal auf dem Platz ist die barocke Mariensäule von 14 Metern Höhe, geschaffen in den Jahren 1725–1727 vom Bildhauer Jan Melchior Oesterreich. Die Bürger stifteten sie als Votivdank für das Ende der Choleraepidemien, die die Stadt 1708 und 1715 heimsuchten. Am Sockel stehen die Figuren der Heiligen Sebastian, Florian und Marzellus — des Patrons von Racibórz. Daneben hat sich auch eine Figur des heiligen Johannes von Nepomuk erhalten.
Vom Markt aus sehen Sie die gotische Jakobskirche, einst Dominikanerkirche, sowie die Kirche Mariä Himmelfahrt — den ältesten Tempel der Stadt. Die Ostzeile bilden Renaissance-Häuser, und vom Platz führt die Długa-Straße weg, die Fußgängerzone der Stadt. In den warmen Monaten füllen Cafégärten den Platz, ein Spaziergang lässt sich gut mit dem Museum und der Piastenburg verbinden.
Der Platz ist zu jeder Tages- und Jahreszeit fußläufig erreichbar; mit dem Auto nutzen Sie die Parkplätze an der Altstadt. Kommen Sie am Vormittag, wenn das Licht direkt auf die Säule fällt, und setzen Sie sich danach in ein Café in der Ostzeile.
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