Paläste
An der Straße von Racibórz nach Rudnik ragen aus dem Park die neugotischen Ruinen des Eichendorff-Palastes — eine bedeutende Station unter den Denkmalern der Romantik in Polen. 1788 wurde hier der Dichter Joseph von Eichendorff geboren, der Sänger von Wanderschaft, Wald und Sehnsucht.
Die Residenz entstand 1786 im Barockstil und wurde 1860 im neugotischen Geist umgebaut. Der Palast blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Besitz der Familie des Dichters, als er beschädigt wurde; seitdem verfällt er, doch die stehenden Mauern, Fensteröffnungen und Gewölbe kann man frei erkunden.
Der Ort pflegt das Andenken an den Autor der „Mondnacht”: Das Bildnis des Dichters schmückt die Mauer, die Allee zum Palast trägt Tafeln mit seinen Gedichten, und im alten Schulhaus gibt es eine Gedenkstube. An den Ruinen wächst die dreihundertjährige Eichendorff-Eiche — ein Baum, älter als der Dichter selbst.
Der Zugang zu den Ruinen ist kostenlos, zu jeder Tages- und Jahreszeit; ein kostenloser Parkplatz liegt in der Nähe. Empfehlenswert ist die Verbindung mit einem Spaziergang über den Hasenpfad, eine Allee unterhalb der Ruinen, und der kurzen Fahrt zum Reservat Łężczok, 4 km entfernt.
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