Natur
Ein paar Minuten südlich von Racibórz, im Landschaftsschutzpark „Zisterziensische Landschaftskompositionen der Ruden“, liegt eines der größten Naturschutzgebiete der Woiwodschaft Schlesien — 477,38 ha Teiche, Auwälder und Altarme der Oder. Das Gebiet wird seit dem 23. Januar 1957 als Reservat geschützt, wobei hier bereits seit dem 13. Jahrhundert Teichwirtschaft betrieben wird. Acht Teiche — vom Salm Duży bis zum Ligotniak — verdanken ihre heutige Gestalt den Zisterziensern aus Rudy, die auf dem Altarm Dämme und Schleusen errichteten.
Hauptwert des Reservats sind die Vögel: Über 100 Arten brüten hier, insgesamt wurden mehr als die Hälfte aller in Polen vorkommenden Vogelarten nachgewiesen. Über den Inseln kreisen Seeschwalben, im Schilf verstecken sich Rohrdommeln und Bartmeisen, im Frühling halten die Moorenten ihre Balzspiele. Zur Beobachtung dienen zwei Aussichtstürme — einer am Teich Salm Duży, der andere in einer wilden Ecke am Babiczok Północny. Ein Fernglas lohnt sich: Seeadler, Schwarzstörche und Schwarzhalstaucher erscheinen hier regelmäßig.
Durch das Reservat führt der rote Weg der Polnischen Husaren. Im Jahr 1683 ritt Jan III Sobieski auf seinem Weg nach Wien hier entlang und soll einige Eichen gepflanzt haben. Die imposanteste davon, die Sobieski-Eiche, ist rund 400 Jahre alt, 33 m hoch und hat einen Umfang von 850 cm. Hier wachsen auch der Schwingfarn und die Wassernuss — landesweit seltene Pflanzen.
Der Eintritt ist frei, ein Parkplatz befindet sich an der ul. Rybacka in Babice. Die meisten Wege sind für Kinderwagen und Fahrräder geeignet, und die Vögel sind im Frühjahr und frühen Morgen am aktivsten.
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