Denkmäler
Das Juliusz-Słowacki-Theater wurde am 21. Oktober 1893 als Städtisches Theater eröffnet — eine eklektische, neubarocke „Krakauer Oper“ von Jan Zawiejski, angelehnt an Wiener Theaterbauten. Der Bau dauerte kaum zwei Jahre, und das Haus erhielt als erstes Gebäude in Krakau elektrische Beleuchtung. Der Zuschauerraum fasste ursprünglich 922 Plätze; nach Umbauten ist er kleiner.
Hier feierte Wyspiański „Wesele“ („Die Hochzeit“) am 16. März 1901 seine Uraufführung, und noch im selben Jahr wurden alle Teile der „Dziady“ („Ahnenfeier“) gezeigt. 1921 debütierte hier Witkacy mit „Tumor Mózgowicza“, nach Oktober 1956 folgte die erste Nachkriegsinszenierung von „Wyzwolenie“ („Befreiung“). Den Namen Juliusz Słowackis trägt das Theater seit dem 16. Oktober 1909.
Während der Besatzung spielte hier fast fünf Jahre ein deutsches Theater; das polnische Ensemble kehrte am 19. Februar 1945 auf die Bühne zurück. Nach dem Krieg entwarf Tadeusz Kantor Bühnenbilder für mehrere Inszenierungen. Eine Generalsanierung erfuhr das Haus in der Spielzeit 1990/1991, eine umfassende Restaurierung begann 2017.
Die vergoldeten Innenräume beeindrucken schon von der Schwelle an, und der beste Lohn für Besucher ohne Ticket sind das Hauptfoyer und das Treppenhaus — schauen Sie einfach zu den Kassenzeiten herein. Ein Rundgang dauert etwa ein Viertelstündchen.
Das Theater steht am Plac Św. Ducha, wenige Gehminuten vom Hauptmarkt entfernt. Reservieren Sie Karten vorab, denn der Zuschauerraum ist heute kleiner als die ursprünglichen 922 Plätze. Prüfen Sie vor dem Besuch den Spielplan — das Haus zählt weiterhin zu den wichtigsten Bühnen Polens.
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