Kirchen & Klöster
Krakau, Kleinpolen
Jede Stunde bläst ein Trompeter vom höheren Turm der Basilika den Hejnał, ein kurzes Turmsignal – und bricht mitten in der Melodie ab. Einige Dutzend Meter tiefer, im Chor, steht das größte Werk von Veit Stoß (polnisch Wit Stwosz): ein spätgotischer Altar von rund 13 Metern Höhe, geschnitzt 1477–1489. Die Marienbasilika am Hauptmarkt war die Pfarrkirche der Krakauer Bürgerschaft und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.
Laut dem mittelalterlichen Chronisten Jan Długosz stiftete Bischof Iwo Odrowąż hier 1221–1222 die erste gemauerte Kirche; sie wurde bei den Mongoleneinfällen zerstört. 1290–1300 entstand eine frühgotische Hallenkirche, 1355–1365 dank einer Stiftung des reichen Kaufmanns Mikołaj Wierzynek der heutige Chor. Ende des 14. Jahrhunderts senkte Baumeister Mikołaj Werner die Seitenschiffe ab und setzte große Fenster ein – aus der Halle wurde eine Basilika. 1478 erhielt der Nordturm vom Zimmermann Matias Heringkan einen gotischen Helm, auf den man 1666 eine vergoldete Krone mit 2,4 m Durchmesser setzte. Die heutige Innenausstattung geht großenteils auf die neugotische Umgestaltung von 1887–1891 unter Tadeusz Stryjeński zurück.
Der höhere Turm, die Hejnalica, ist über 80 Meter hoch und diente als städtischer Wachturm; der niedrigere, 69 Meter hohe ist der Glockenturm. Der Hejnał erklingt stündlich aus 54 Metern Höhe in alle vier Himmelsrichtungen. Er bricht abrupt ab – der Legende nach in Erinnerung an einen Trompeter, den beim Mongoleneinfall ein Pfeil traf. Mittags überträgt ihn außerdem der Polnische Rundfunk landesweit. Stellen Sie sich auf den Marktplatz und vergleichen Sie die beiden Türme: Ihre ungleiche Höhe prägt Krakaus Silhouette.
Laut Website der Basilika (Stand: Oktober 2026) ist die Besichtigung montags bis samstags von 11:30 bis 18:00 Uhr und sonn- und feiertags von 14:00 bis 18:00 Uhr möglich. Der Eintritt kostet 20 PLN, ermäßigt 10 PLN (Schüler von 7 bis 18 Jahren, Studierende bis 26, Senioren ab 65); Tickets gibt es am Besucherpunkt am Plac Mariacki 7, der 15 Minuten vor Ende der Besichtigungszeit schließt. Touristen nutzen den Südeingang – das Hauptportal am Marktplatz ist Betenden vorbehalten. Kommen Sie einige Minuten vor 11:50 Uhr, um die Altaröffnung zu erleben, und planen Sie 45–60 Minuten ein. Für den Aufstieg auf die Hejnalica gelten eigene Regeln und Tickets – Details auf der Website der Basilika.
Niedziele i dni świąteczne: zwiedzanie od 14:00; ołtarz Wita Stwosza otwierany ok. 11:50 (pn-sob) i 14:10 (nd). Kasa w punkcie przy pl. Mariackim 7 zamykana 15 minut przed końcem zwiedzania. W dni szczególne (uroczystości, koncerty) godziny bywają zmieniane.
Bilet ulgowy dla uczniów 7–18 lat, studentów 19–26 lat i seniorów 65+. Bilety wyłącznie w punkcie informacyjnym przy pl. Mariackim 7, bez rezerwacji online.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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