Museen
Krakau, Kleinpolen
Das Hipolit-Haus in Krakau (Kraków), polnisch Kamienica Hipolitów, ist eine kleine Außenstelle des Muzeum Krakowa am Marienplatz (plac Mariacki) direkt hinter der Marienkirche. Gotische Keller, barocker Stuck und wiederhergestellte Sgraffito-Heilige an der Fassade erzählen die Geschichte eines Kaufmannshauses über sechs Jahrhunderte. Für alle, die bei den Sehenswürdigkeiten der Krakauer Altstadt auch einmal hinter eine historische Fassade schauen wollen, lohnt sich der kurze Abstecher.
Die ältesten Teile, Keller und steinerne Portale, stammen aus dem 14. Jahrhundert. Seinen Namen verdankt das Haus der Kaufmannsfamilie Hipolit, die es laut Muzeum Krakowa im 17. Jahrhundert besaß. In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ging es an die ebenfalls kaufmännische Familie Zaleski, danach wechselten Eigentümer und Mieter häufig.
Jede Epoche hat Spuren hinterlassen:
Anfang des 17. Jahrhunderts trug die Fassade ein ungewöhnlich reiches Sgraffito mit Heiligenfiguren und Pflanzenornamenten. Ende der 1920er-Jahre wurde es abgeschlagen, 2016 rekonstruierten Restauratoren Teile davon. Schau dir die Figuren an, die als heilige Helena und heiliger Sigismund gedeutet werden.
Die Außenstelle besteht seit 2003. Bekannt wurde sie durch die Dauerausstellung „Mieszczański dom“ (Das Bürgerhaus) mit eingerichteten Räumen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, darunter ein Sammlerzimmer mit einer der größten Uhrensammlungen in polnischen Museen.
Wichtig: Die Dauerausstellung ist derzeit geschlossen, ein Termin für die Wiedereröffnung ist nicht bekannt. Das Haus selbst ist geöffnet und zeigt Wechselausstellungen. Bis zum 30. Oktober 2026 läuft „Kamienica otwarta: Przedmiot wyobrażony“ (Das vorgestellte Objekt), gemeinsam mit der Fakultät für Intermedia der Krakauer Kunstakademie. Künstlerinnen und Künstler deuten darin Alltagsgegenstände aus der Sammlung neu.
Ja, wenn du:
Wer vor allem die historischen Wohnräume sehen möchte, sollte vorher die Hinweise des Museums prüfen. Plane etwa 30–60 Minuten ein. Beschriftungen sind überwiegend polnisch.
Stand: Oktober 2026
Der Marienplatz liegt in der Fußgängerzone, rund zwei Gehminuten vom Hauptmarkt. Vom Hauptbahnhof Kraków Główny gehst du durch das Florianstor und die Floriańska-Straße. Mit dem Auto aus Deutschland führt die Autobahn A4 über Breslau (Wrocław) und Kattowitz (Katowice) nach Krakau; das Auto bleibt am besten auf einem Parkplatz außerhalb der Altstadt. In unmittelbarer Nähe liegen die Marienkirche, die Tuchhallen und der Kleine Markt (Mały Rynek).
Środa–niedziela 10:00–17:00, nieczynne w poniedziałki, wtorki oraz 1 i 11 listopada (wystawa stała „Mieszczański dom” nieczynna, czynne wystawy czasowe).
Cennik nie jest podany na stronie oddziału – sprawdź w kasie lub na muzeumkrakowa.pl (honorowane KDR i KrakowCard).
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026