Märkte & Altstädte
Krakau, Kleinpolen
Der Kleine Markt (Mały Rynek) in Krakau (Kraków) ist ein lang gestreckter, gepflasterter Platz direkt hinter der Marienkirche – der ruhigere Bruder des riesigen Hauptmarkts und einer der ältesten Handelsplätze der Stadt. Bunte Bürgerhäuser, die Barbarakirche und Café-Terrassen rahmen ihn ein. Wer in der Krakauer Altstadt, einem UNESCO-Welterbe, kurz durchatmen will, ohne das Zentrum zu verlassen, ist hier richtig.
Der Kleine Markt liegt nur 100–150 m östlich des Hauptmarkts (Rynek Główny): Geh um die Marienkirche herum, entweder über die Mikołajska-Straße im Norden oder die Sienna-Straße im Süden. Die nächsten Straßenbahnhaltestellen befinden sich am Planty-Grüngürtel, etwa „Poczta Główna“. Die Altstadt ist eine Zone mit eingeschränktem Autoverkehr – parke besser außerhalb des Planty-Rings. Wer aus Deutschland kommt, erreicht Krakau bequem per Direktflug oder über die Autobahn A4 via Breslau (Wrocław) und Kattowitz (Katowice).
Der Platz wurde bei der Stadtgründung nach deutschem (Magdeburger) Recht im 13. Jahrhundert als Nebenmarkt zum Hauptmarkt angelegt. Er ist ein regelmäßiges Rechteck von etwa 0,33 ha (rund 110 × 30 m).
Seine alten Namen erzählen viel: Forum antiquum (Alter Markt), Tandeta (Trödelmarkt) und im 18. Jahrhundert Fleischermarkt (Rynek Rzeźniczy) – hier standen die Fleischbänke, hier saß die Fleischerzunft. Seit dem 16. Jahrhundert handelte man auch mit Gebrauchtwaren, im Winter gab es am Marienfriedhof einen Stand mit heißer Gans. Die hölzernen Fleischbänke verschwanden bis 1820, um 1812 wurde die gotische Marienschule abgerissen, um die Sienna-Straße zu verbreitern, und der Platz wurde zum Obst- und Gemüsemarkt. Den Namen Mały Rynek trägt er erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts.
Ein dunkles Kapitel: 1539 wurde hier die 80-jährige Katarzyna Weiglowa auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie sich vom katholischen Glauben abgewandt hatte. Noch Anfang der 2000er-Jahre diente der Platz vor allem als Parkplatz und Taxistand; zum 750. Jubiläum der Stadtgründung wurde er 2007 mit neuem Pflaster, Laternen, Bänken und einem beleuchteten Brunnen erneuert.
In wenigen Minuten erreichst du die Tuchhallen (Sukiennice), die Marienkirche mit dem Hochaltar von Veit Stoß und das Museum Rynek Underground; über die Mikołajska-Straße geht es zum Planty-Park und zur Barbakane.
Plac miejski dostępny całą dobę przez cały rok.
Wstęp wolny
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Geprüft: Oktober 2026