Märkte & Altstädte
Krakau, Kleinpolen
Die Altstadt von Krakau (Kraków, polnisch Stare Miasto) ist das mittelalterliche Herz der früheren polnischen Königsstadt: ein kompaktes Straßenraster mit Kirchen, Bürgerhäusern und Universitätskollegien, eingefasst von einem grünen Parkring und gruppiert um einen der größten Marktplätze Europas. Zusammen mit dem Wawel und dem Stadtteil Kazimierz bildet sie das UNESCO-Welterbe „Historisches Zentrum von Krakau“ – eine der allerersten Stätten auf der Liste. Wer Südpolen besucht, kommt an diesen Gassen nicht vorbei.
Krakau liegt in Kleinpolen, im Süden des Landes. Von Berlin sind es auf der Straße rund 600 km, von Dresden über Görlitz und die Autobahn A4 an Breslau (Wrocław) und Kattowitz (Katowice) vorbei gut 500 km. Der Flughafen Kraków-Balice liegt rund 15 km vor der Stadt und ist per Zug mit dem Hauptbahnhof Kraków Główny verbunden. Vom Bahnhof gehst du in etwa zehn Minuten zu Fuß in die Altstadt. Innerhalb des Parkrings gilt eingeschränkter Autoverkehr – stell den Wagen auf einem kostenpflichtigen Parkplatz außerhalb oder an einem Park-&-Ride-Platz ab und nimm die Straßenbahn.
Das heutige Straßennetz geht auf das Jahr 1257 zurück, als Krakau nach Magdeburger Recht neu angelegt wurde. Damals entstand das regelmäßige Raster um den Hauptmarkt (Rynek Główny) mit einer Seitenlänge von rund 200 Metern – etwa 4 Hektar. Deutschsprachige Siedler und Kaufleute prägten die mittelalterliche Bürgerschaft mit; berühmtestes Zeugnis ist der Marienaltar des Nürnberger Bildschnitzers Veit Stoß (1477–1489). Bis Ende des 16. Jahrhunderts war Krakau Residenzstadt der polnischen Könige.
Im 19. Jahrhundert wurden die Stadtmauern bis auf einen Abschnitt im Norden abgetragen; an ihrer Stelle legte man 1822–1830 die Planty an, einen etwa 4 km langen Grüngürtel. 1978 wurde das historische Zentrum in die erste UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Heute zählt Polen 18 Welterbestätten – zuletzt kam im Juli 2026 das modernistische Zentrum von Gdingen (Gdynia) hinzu.
Für die Höhepunkte reicht ein Tag: Start an der Barbakane, durch das Florianstor zum Hauptmarkt, Hejnał hören, Marienkirche besichtigen, weiter zum Collegium Maius und über die Grodzka- und Kanonicza-Straße hinauf zum Wawel. Abends lohnt sich ein zweiter Besuch am beleuchteten Markt. Mit zwei Tagen hast du Zeit für Museen, einen Spaziergang rund um die Planty und einen Abstecher nach Kazimierz.
Ein Tipp für Fotografen: Am frühen Morgen, bevor die Cafés ihre Schirme aufspannen, wirkt der Hauptmarkt fast leer, und die Sonne beleuchtet die Ostseite der Tuchhallen. Der Weg rund um die Planty führt über acht einzelne Gartenabschnitte und ist mit etwa einer Stunde gemütlichem Gehen die ruhigste Art, die Altstadt einmal ganz zu umrunden – mit Blick auf Kollegien, Kirchen und die Reste der Stadtmauer.
Durchaus. Von Ende November bis Anfang Januar steht auf dem Hauptmarkt traditionell ein Weihnachtsmarkt (genaue Daten 2026/27 gibt die Stadt bekannt). Am ersten Donnerstag im Dezember präsentieren Krakauer Krippenbauer ihre glitzernden Szopki am Mickiewicz-Denkmal – ein Wettbewerb, der seit den 1930er-Jahren stattfindet. Rechne mit Kälte, kürzeren Öffnungszeiten und deutlich weniger Gedränge.
In der Nähe. Wawel (10–15 Minuten zu Fuß), das jüdische Viertel Kazimierz, die Weichselufer und das Salzbergwerk Wieliczka – ebenfalls UNESCO-Welterbe – rund 15 km entfernt.
Eintritt frei
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
GetYourGuide
Erlebnisse, Tickets und Touren in Krakau — online buchbar.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Altstadt von Krakau (Kraków).
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026