Kirchen & Klöster
Krakau, Kleinpolen
Die Dominikanerbasilika in Krakau – die Dreifaltigkeitsbasilika an der ul. Stolarska in Kraków – ist eine mächtige gotische Backsteinkirche, nur wenige Minuten vom Hauptmarkt entfernt. Seit 1222 leben hier Dominikaner, und die Kirche ist zugleich Wallfahrtsort des heiligen Hyazinth (Jacek Odrowąż) und der Rosenkranzmadonna. Es lohnt sich wegen des gotischen Kreuzgangs voller Grabplatten, der prächtigen Seitenkapellen und eines kostenlosen Museums mit einigen der ältesten Glasfenster Polens.
1222 kamen Dominikaner unter Führung des heiligen Hyazinth aus Bologna nach Krakau. Bischof Iwo Odrowąż überließ ihnen die teils hölzerne, teils gemauerte Dreifaltigkeitskirche und verlegte die Pfarrrechte an die neue Marienkirche. Geweiht wurde die Kirche am 12. März 1223.
Nach dem Mongolensturm von 1241 begann der Bau einer neuen gotischen Kirche mit Kloster. Zunächst eine dreischiffige Halle, wurde sie um 1400 zur Basilika umgebaut. Der große Stadtbrand von 1850 zerstörte das Innere und ließ das Gewölbe des Mittelschiffs einstürzen. Der Wiederaufbau unter Architekt Teofil Żebrawski dauerte von 1853 bis 1884 – vieles, was du heute siehst, ist deshalb neugotisch. 1957 erhob Papst Pius XII. die Kirche zur Basilica minor.
Ende 2022 öffnete im Kloster das Museum der Polnischen Dominikanerprovinz – rund 500 m² auf zwei Ebenen in romanischen und frühneuzeitlichen Räumen. Zu sehen sind unter anderem:
Der Eintritt ist frei, erfordert aber eine vorherige Reservierung für Tag und Uhrzeit über die Website des Klosters. Öffnungszeiten werden dort nicht genannt; das Museumstelefon (+48 694 480 689) ist nur während der Öffnungszeiten besetzt.
Starte im Kirchenraum: Gehe die Seitenschiffe entlang, wirf einen Blick in die Kapellen und suche am Hochaltar die Callimachus-Platte und das Grab Leszeks des Schwarzen. Danach in den Kreuzgang – die stillen gotischen Arkaden mit ihren Epitaphien gehören zu den stimmungsvollsten Orten der Altstadt und sind meist viel ruhiger als die Gassen rund um den Markt. Wer sich für mittelalterliche Kunst interessiert, reserviert unbedingt das Museum; Kinder staunen oft über die Hypokaustenheizung im Keller – eine mittelalterliche Fußbodenheizung.
Ja – kostenlos, zentral und meist ruhiger als die Kirchen direkt am Markt. Kunstfreunde sollten das Museum buchen, Mittelalter-Fans den Kreuzgang nicht verpassen. Im Advent und zu Weihnachten gibt es mehr Gottesdienste und weniger Zeit zum Schauen – am besten an einem Werktagvormittag kommen.
Die Basilika steht am Dominikanerplatz (plac Dominikański), etwa 3–5 Minuten zu Fuß vom Hauptmarkt. Nächste Straßenbahnhaltestellen: Plac Wszystkich Świętych und Poczta Główna. Nach Krakau kommst du aus Deutschland per Bahn, Fernbus oder Flug nach Kraków-Balice; mit dem Auto meist über Görlitz und Breslau (Wrocław). Die Altstadt ist verkehrsberuhigt und gebührenpflichtige Parkzone.
Eintritt frei
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026