Kirchen & Klöster
Die St.-Barbara-Kirche in Krakau steht am Marienplatz, direkt hinter der Marienkirche. Sie wird oft die jüngere Schwester der Marienkirche genannt. Die gotische Kirche entstand als Friedhofskapelle und verbindet heute eine mittelalterliche Bausubstanz mit einer reichen barocken Ausstattung.
Das älteste Dokument über die Kapelle stammt aus dem Jahr 1338; 1394–1402 wurde sie erweitert. Die Kirche besitzt ein Schiff, eine halbrunde Apsis und einen gotischen Baukörper, der 1680–1687 umgestaltet wurde. Neben dem Eingang steht die Arkadenkapelle Ogrojec aus den Jahren 1488–1518 mit spätgotischer Polychromie und einer Gebetsgruppe im Garten Getsemani aus dem Kreis der mit Veit Stoß verbundenen Künstler.
Im Hochaltar befinden sich ein gotisches Kruzifix um 1420 und barocke Skulpturen von Dawid Heel. Im Schiff steht eine steinerne Pietà um 1410, die dem Meister der Schönen Madonnen zugeschrieben wird. Hinzu kommen die Polychromie von Piotr Molitor, Bilder von Tomasz Dolabella und das Bildnis der Muttergottes von Jurowice. Seit 1583 gehört die Kirche — mit der Unterbrechung 1773–1874 — den Jesuiten.
Die Kirche gehört zu den interessantesten Denkmälern rund um den Krakauer Hauptmarkt. Der Besuch lässt sich mit Marienkirche, Kleinem Ring und Ogrojec-Kapelle verbinden. Da sie aktiv von Jesuiten genutzt wird, vor dem Besuch Gottesdienstzeiten und den aktuellen Kalender der Orgelkonzerte auf der Kirchenwebsite prüfen.
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