Denkmäler
Der Krakauer Barbakan, auch Rondel genannt, ist ein spätgotischer Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Er steht an der Basztowa gegenüber dem Florianstor am nördlichen Rand der Altstadt. Der runde Backsteinbau zeigt, wie Krakau den Zugang von der Seite Kleparz am Ende des 15. Jahrhunderts sicherte.
Der Barbakan entstand 1499 nach dem gescheiterten Bukowinafeldzug von Johann Albrecht und angesichts der Gefahr durch Walachen, Türken und Tataren. Er gehörte zum Komplex des Florianstors; seine Lage ermöglichte den Verteidigern Flankenfeuer auf Angreifer. Eine heute nicht mehr erhaltene Verbindung, der sogenannte Hals, führte einst zum Tor. Der Barbakan ist eines der wertvollsten mittelalterlichen Befestigungsdenkmäler Krakaus.
Im Inneren lohnen der runde Grundriss, die dicken Mauern, Türmchen und Schießscharten Aufmerksamkeit. Heute gehört der Barbakan zum Museum von Krakau und ist saisonal geöffnet. Von außen lässt sich die Verbindung zum Florianstor und zum Planty-Park gut erkennen; danach bietet sich ein Spaziergang über die Königsroute zum Hauptmarkt an.
In der Saison 2026 sind Barbakan und Wehrmauern Dienstag bis Sonntag von 10:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist 30 Minuten vor Schließung; montags bleiben sie geschlossen. Ein reguläres Ticket kostet 22 PLN, ermäßigt 16 PLN. Das Kombiticket gilt auch für die Wehrmauern. Wegen Renovierung oder Veranstaltungen können sich Zeiten ändern; prüfen Sie vor der Anreise die Website des Museums. Planen Sie etwa 30–60 Minuten ein.
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