Technikdenkmäler
Święta Katarzyna, Heiligkreuz
Lange vor dem industriellen Schlesien wurde das Eisen der polnisch-litauischen Adelsrepublik an den Flüssen nördlich von Kielce verhüttet. Die Route der Technikdenkmäler der Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie) verbindet die Spuren dieses Altpolnischen Industriegebiets: wassergetriebene Schmieden, Walzwerke, Hochöfen und Museen, in denen historische Maschinen noch laufen. Es ist eine Autoroute zwischen Końskie, Starachowice und Kielce.
In Maleniec gründete Jacek Jezierski, Kastellan von Łuków, 1784 ein Werk mit Sägemühle, Drahtzieherei und Hochofen mit 11 Hämmern. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden 15 Nagelpressen für aus Blech geschnittene Nägel aufgestellt, später fertigte man Spaten und Schaufeln. Angetrieben wurden die Maschinen von drei Wasserrädern und einem System von Transmissionsriemen. Die Nagelproduktion endete 1950, das Werk schloss 17 Jahre später.
In Sielpia begann 1821 auf Initiative von Stanisław Staszic der Bau eines Walz- und Puddelwerks. Stolz des dortigen Museums des Altpolnischen Industriegebiets ist eine Wasserturbine nach Entwurf von Philippe de Girard; zu den wertvollsten Exponaten zählt eine Dampfmaschine von 1858 – laut regionalem Reiseführer die älteste Polens. Im Krieg verschleppten die Besatzer 72 Waggons Stahl und Ausrüstung.
Das Schmiedegebäude in Stara Kuźnica hatte weder Fenster noch Schornstein – innen war alles voller Rauch, Licht fiel nur durch das offene Tor. In Sielpia, Maleniec und Stara Kuźnica fand die Technik- und Tourismusmesse „Kuźnice Koneckie“ statt, bei der die historischen Maschinen angeworfen werden.
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