Märkte & Altstädte
Der Marktplatz von Niemodlin sieht nicht wie ein klassischer Marktplatz aus — er hat die Form eines länglichen Spindels. Es ist ein seltenes Beispiel einer sogenannten Straßensiedlung mit erweitertem Marktraum in Polen und der Hauptgrund, in dieses oberschlesische Städtchen in der Woiwodschaft Oppeln einzufahren. Der originelle städtebauliche Umriss beeindruckt zu jeder Jahreszeit.
Bei diesem Typ entstand der Markt nicht durch die Anlage eines Platzes, sondern durch die Erweiterung einer durch die Siedlung führenden Straße. In Niemodlin ist der Effekt gut ablesbar: Der Platz verjüngt sich zu den Enden und weitet sich in der Mitte, und die Fronten stehen näher beieinander als in klassischen Schachbrettanlagen. Der Spaziergang entlang des Platzes gleicht dem Durchschreiten eines Korridors des Städtchens.
Am Markt stehen denkmalwürdige Bürgerhäuser, direkt daneben erhebt sich die gotisch-barocke Kirche Mariä Himmelfahrt. An das Zentrum schließen sich auch mittelalterliche Mauern an, die an den einst wehrhaften Charakter des Städtchens erinnern. Niemodlin trug den deutschen Namen Falkenberg O.S. und liegt im historischen Oberschlesien.
Die Besichtigung des Marktes erfordert kein Ticket — der Platz ist das ganze Jahr über und jederzeit zugänglich, ein Umlauf nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Bemerkenswert ist die Ruhe der Gegend: Niemodlin liegt im Powiat Oppeln, abseits der Hauptverkehrsrouten, daher besuchen das Städtchen meist Besucher, die ihre Fahrt gezielt planen.
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