Kirchen & Klöster
Die Pfarrkirche St. Laurentius in Dąbrowa bei Opole gehört zu den am besten dokumentierten Kirchen des oberschlesischen Opoler Landes. Einen eigenen Pfarrer — „Nicolaus plebanus in Dambrova" — nennt bereits ein Zehntverzeichnis von 1305, und das Patrozinium des Diakons und Märtyrers Laurentius deutet darauf hin, dass hier schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine erste Kirche stand.
Das Dorf lag im Besitz der Breslauer Bischöfe, darum kehrt die Kirche in mittelalterlichen Quellen immer wieder zurück: das Register von Ujazd aus den Jahren 1303–1306 verzeichnet Einkünfte der Pfarrei in Skarbiszów, und der päpstliche Kollektor Galhard de Carceribus führt sie in einem Verzeichnis von 1335–1342 auf. Der heutige einschiffige Bau repräsentiert die Spätrenaissance; 1681 wurde eine Kapelle angebaut und das Gewölbe umgearbeitet. Ein Inventar von 1651 erwähnt einen steinernen Boden, drei Glocken und drei geschnitzte Altäre.
Eine interessante Spur hinterließ Maria Sabina, Gräfin Mettich, geborene Gräfin Verdugo, die einen neuen Altar und eine Monstranz stiftete. Die Kirche wurde am 24. Februar 1959 unter der Nummer 552/59 in das Denkmalregister eingetragen und steht neben dem Schloss der Hochbergs, das heute der Universität Oppeln gehört.
Dąbrowa liegt etwa 11 km westlich von Opole am Rand der Niemodliner Wälder. Die Kirche ist Pfarrkirche und wird vor allem während der Gottesdienste geöffnet; sonst können Sie den Bau von außen betrachten.
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