Kirchen & Klöster
Am Marktplatz von Niemodlin steht die gotische Kirche Mariä Himmelfahrt — ein Tempel mit einem Presbyterium vom Ende des 13. Jahrhunderts, der über vier Jahrhunderte (1389–1810) als Kollegiatstift mit Kanonikerkapitel diente und heute eine Pfarrkirche 0,5 km vom Schloss entfernt ist.
Die erste Erwähnung der Kirche stammt von 1228, als Herzog Kasimir I. von Oppel das Patronat dem Palatin Klemens Gryfita übertrug. Den Rang einer Stiftskirche verlieh 1389 Herzog Bolko IV. von Oppel. Schiff und Turm entstanden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Am 17. Juni 1640, im Dreißigjährigen Krieg, brannte die Kirche fast völlig nieder; nach dem Wiederaufbau 1651 wurde der Turm noch dreimal vom Blitz getroffen (1655, 1781, 1864). Nach diesem letzten Schlag wieder aufgebaut, misst er 62,7 Meter.
Das Presbyterium überspannt ein Kreuztonnengewölbe mit dekorativen Stuckrippen aus dem 16. Jahrhundert, in seiner Wand haben sich gotische Sedilien erhalten, vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Der 1822 vom Grafen Fryderyk Praschma gestiftete Hochaltar schmückt ein Gemälde der Aufnahme Mariens nach einer Komposition von Guido Reni. Im Turm hängt unter anderem eine Renaissanceglocke von 1522.
Die Kirche steht am Rynek 29; daneben eine Grotte mit der Figur der Lourdes-Madonna und eine denkmalgeschützte geschmiedete Laterne. Die nächste Attraktion ist das Schloss Niemodlin mit seinem Park, auch die umliegenden schlesischen Kirchen und Schlösser lohnen eine Fahrt.
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