Paläste
Kopice, Oppeln
Schloss Koppitz (Pałac w Kopicach) ist eine romantische neugotische Schlossruine der Grafen Schaffgotsch, die sich in einem Teich inmitten eines Landschaftsparks spiegelt - nur wenige Kilometer von Grottkau (Grodków) entfernt. Türme, Giebel und filigranes Maßwerk haben dem „Märchenschloss" den Spitznamen „polnisches Disneyland" eingebracht. Seine Geschichte ist eng mit Johanna Gryzik verbunden, dem „schlesischen Aschenputtel" und Erbin des Industriellen Karl Godulla. Seit 2022 sichert ein neuer Eigentümer die Mauern und öffnet die Ruine an ausgewählten Terminen für Führungen.
Koppitz liegt in der Gemeinde Grottkau, etwa 35 km westlich von Oppeln (Opole) und 25 km südlich von Brieg (Brzeg). Aus Deutschland fährst du über die A4 Richtung Breslau (Wrocław) - Oppeln; ab Breslau bist du in rund einer Stunde dort. Öffentliche Verkehrsmittel fahren selten, das Auto ist die beste Wahl. Parken kannst du im Dorf nahe dem Parktor.
Koppitz war schon im 14. Jahrhundert Rittersitz, die Besitzer wechselten zwischen den Familien von Borsnitz, von Beess und von Sierstorpff; 1783 entstand ein klassizistischer Herrensitz. 1859 kauften Graf Hans Ulrich von Schaffgotsch und seine Frau Johanna, geborene Gryzik, das Gut. Johanna war die Ziehtochter und Erbin des oberschlesischen Montanunternehmers Karl Godulla. Ab 1864 ließ das Paar das Schloss im Stil der Neugotik mit Neorenaissance-Elementen umbauen; lange galt Carl Lüdecke als Architekt, neuere Forschung nennt auch Konstanty Heidenreich und Richard Jung. Dazu kam ein großer Landschaftspark mit Teichen, einem Orientalischen Pavillon (1870) und einer künstlichen Ruine, dem Mäuseturm (1873). 1908 feierten Hans Ulrich und Johanna hier Goldene Hochzeit, 1910 starb Johanna.
Den Zweiten Weltkrieg überstand das Schloss unbeschädigt. Nach 1945 wurde es geplündert und brannte in den 1950er Jahren aus (die Quellen nennen 1956 oder 1958). Mehrere Eigentümer nach 1990 hielten ihre Wiederaufbaupläne nicht ein. Seit Januar 2022 gehört die Ruine dem Oppelner Unternehmer Joachim Wiesiollek, der bereits das Schloss Żyrowa saniert hat; 2024 gab das polnische Kulturministerium 500.000 Złoty für Sicherungsarbeiten.
Das Schloss ist eine Baustelle - ins Innere kommst du nur mit Führung zu angekündigten Terminen. Der Eintritt kostet 40 Złoty pro Person, die Plätze sind begrenzt. Reservierung telefonisch unter +48 516 001 090 (werktags 10-16 Uhr), danach Überweisung. Für Oktober 2026 sind weitere Termine angekündigt, ein Winterprogramm gibt es nicht; aktuelle Termine auf palackopice.com.pl. Die Führungen sind auf Polnisch. Von außen kannst du das Schloss kostenlos ansehen. Plane 1-1,5 Stunden für den Spaziergang ein, mit Führung etwa 2 Stunden.
Für Fotografen und Liebhaber romantischer Ruinen auf jeden Fall - besonders zusammen mit dem Renaissance-Rathaus und dem Piastenschloss in Brieg oder der Festungsstadt Neisse (Nysa).
Wnętrza ruin tylko w ogłaszanych terminach zwiedzania z przewodnikiem (rezerwacja telefoniczna w dni robocze 10-16); na październik 2026 zapowiedziano kolejne terminy, harmonogramu zimowego brak. Pałac można oglądać z zewnątrz od strony stawu i parku.
Zwiedzanie z przewodnikiem 40 zł/os., liczba miejsc ograniczona, płatność przelewem po rezerwacji; oglądanie z zewnątrz bezpłatne.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026