Denkmäler & Hügel
Kolberg, Westpommern
Das Denkmal der Vermählung Polens mit dem Meer (Pomnik Zaślubin Polski z Morzem) ist ein markantes modernistisches Monument im Strandpark von Kolberg (Kołobrzeg), zwischen Leuchtturm und Seebrücke. Es erinnert an die symbolische „Vermählung“ Polens mit der Ostsee am 18. März 1945, dem Tag, an dem die Kämpfe um die Stadt endeten. Für polnische Besucher ist es ein Nationalsymbol, für deutsche Gäste ein Ort, an dem das Ende des deutschen Kolberg greifbar wird – und an dem sich gut über die gemeinsame Geschichte nachdenken lässt.
Hitler hatte Kolberg im November 1944 zur Festung erklärt. Vom 4. bis 18. März 1945 wurde um die „Festung Kolberg“ gekämpft. In diesen Tagen wurde der Großteil der Zivilbevölkerung und der Flüchtlinge über See evakuiert. Am Ende nahmen die 1. Polnische Armee und die Rote Armee die Stadt ein, die Altstadt war zu rund 90 Prozent zerstört. Noch am 18. März warf Korporal Franciszek Niewidziajło von der Ostmole des Hafens einen Ring ins Meer – nach dem Vorbild der ersten Vermählung Polens mit dem Meer in Puck (Putzig) im Februar 1920. Ähnliche Zeremonien gab es im März 1945 auch in Dziwnówek und Mrzeżyno. Für die verbliebene deutsche Bevölkerung folgte in den nächsten Jahren die Aussiedlung; die Stadt wurde mit Polen neu besiedelt.
Die Idee entstand 1958, es folgten eine Spendensammlung und ein Wettbewerb. Ursprünglich sollte das Denkmal näher am Hafen stehen, gebaut wurde es schließlich rund 300 m weiter im Strandpark (heute Teil des Stefan-Żeromski-Parks). Enthüllt wurde es am 3. November 1963 vor etwa 30 000 Menschen, darunter Niewidziajło selbst. Den Entwurf schuf der Bildhauer Wiktor Tołkin, bekannt für die Mahnmale in den ehemaligen Lagern Majdanek und Stutthof; das Mosaik stammt von Władysław Jackiewicz aus Danzig (Gdańsk). Von Herbst 2024 bis Frühjahr 2025 wurde das Monument gründlich saniert.
Die Inschriften sind auf Polnisch und spiegeln die Sicht der Nachkriegszeit; die Gründungsurkunde im Fundament ist im Propagandaton der Volksrepublik verfasst. Eine Legende verspricht: Wer mit angehaltenem Atem durch den Durchgang geht, dem erfüllt sich ein Wunsch.
Das Denkmal ist rund um die Uhr und kostenlos zugänglich. 10–15 Minuten reichen, am schönsten als Teil eines Spaziergangs vom Leuchtturm über den Bulwar Jana Szymańskiego zur Seebrücke. Jedes Jahr am 18. März finden hier Gedenkfeiern statt.
Aus Berlin über Stettin (Szczecin) nach Kolberg, rund 230 km Luftlinie. Das Denkmal liegt etwa 250 m östlich des Leuchtturms. Im Kurviertel gilt eine gebührenpflichtige Parkzone – am besten kommst du zu Fuß.
Leuchtturm auf dem Fort Münde, die Ostmole, von der 1945 der Ring geworfen wurde, Seebrücke, Strand und Kurpark.
Dostępny całodobowo przez cały rok (pomnik w parku).
Wstęp wolny
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Geprüft: Oktober 2026