Technikdenkmäler
Kolberg, Westpommern
Der Leuchtturm Kolberg (Kołobrzeg) ist ein 26 Meter hoher Backsteinturm auf der Rotunde des einstigen Fort Münde, direkt an der Hafeneinfahrt und nur ein paar Schritte vom Strand entfernt. Für viele Gäste des Ostseebads ist er die erste Sehenswürdigkeit: Du kommst bequem von der Promenade, steigst die Treppe hinauf und blickst über Hafen, Persante-Mündung (Parsęta), Seebrücke und den langen Sandstrand. Zugleich erzählt kaum ein Ort in Kolberg so dicht von Festung, Seefahrt und dem Kriegsende 1945.
Ein erstes Leitlicht für Schiffe brannte in Kolberg schon 1666 – im Türmchen des Hafenamts und nur, wenn Schiffe erwartet wurden. Später wanderte das Feuer auf die Ostmole. Das Fundament des heutigen Turms ist das Fort Münde (poln. Fort Ujście), erbaut 1770–1774, nachdem die Belagerungen im Siebenjährigen Krieg gezeigt hatten, wie verwundbar der Hafen war; 1832–1836 wurde es modernisiert. Nach der Entfestigung der Stadt diente das Fort als Sockel für Leuchtfeuer: 1899 entstand eine Lotsenstation mit 25 Meter hohem Fachwerkturm, 1909 ein massiver Backsteinleuchtturm mit 12 Seemeilen Reichweite.
Im März 1945, beim Kampf um die „Festung Kolberg“, wurde dieser Turm gesprengt, damit er der angreifenden Artillerie nicht als Orientierungspunkt diente. Das Fort Münde war der letzte deutsche Stützpunkt und wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. März über See geräumt. Den heutigen Leuchtturm errichteten sowjetische Soldaten auf der Fortrotunde; fertig war er im November 1945 – einer der ersten Neubauten in der zu rund 90 Prozent zerstörten Stadt. In der Volksrepublik Polen galt er zugleich als Denkmal der Roten Armee. Ein Relief mit Maschinenpistole und Hammer-und-Sichel-Fahne wurde 2022 abgenommen, die Fassade 2023–2025 saniert.
Die Kennung: weißer Blitz alle 3 Sekunden, Tragweite 16 Seemeilen (rund 30 km).
Ja – vor allem bei klarem Wetter und am späten Nachmittag. Plane 30–45 Minuten ein und verbinde den Besuch mit einem Spaziergang über die Ostmole (außerhalb der Sommermonate kostenlos) und die Promenade zum Denkmal der Vermählung Polens mit dem Meer und zur Seebrücke. Nach oben geht es nur über Treppen, für Rollstühle ist der Turm nicht zugänglich. Auch im Winter ist er geöffnet – praktisch für Kurgäste, die in der Nebensaison in Kolberg sind.
Mit dem Auto aus Berlin fährst du über Stettin (Szczecin) nach Kolberg, rund 230 km Luftlinie. Kolberg hat einen Bahnhof; von dort sind es etwa 2 km zu Fuß bis zum Leuchtturm. Rund um den Hafen gilt eine Parkgebührenzone, im Sommer sind Plätze knapp. Am bequemsten gehst du vom Kurviertel aus zu Fuß.
Seebrücke, Passagierhafen mit saisonalen Ausflugsfahrten, Morast-Redoute (Schill-Redoute) im Jachthafen und der Kurpark (Stefan-Żeromski-Park) liegen in wenigen Gehminuten.
Czynna cały rok: w październiku codziennie 10:00–18:00, od 1 listopada do 31 stycznia 10:00–16:00, w lutym 9:00–17:00, od marca 10:00–18:00, latem dłużej (do 20:00–21:00).
Normalny 15 zł, ulgowy 10 zł, rodzinny 45–55 zł (2 dorosłych + 2–4 dzieci), grupowy 10 zł/os., dzieci do 5 lat bezpłatnie.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026