Küste
Kolberg, Westpommern
Der Strand von Kolberg (Kołobrzeg) ist ein breiter Streifen aus feinem, hellem Sand, der sich von der Persante-Mündung und dem Leuchtturm kilometerweit nach Osten zieht – vorbei an der Seebrücke, dem Kurpark und den Sanatorien bis nach Podczele. Schon im 19. Jahrhundert machte er das Ostseebad zu einem der größten an der deutschen Ostseeküste. Heute kommen Gäste aus Polen, Skandinavien und Deutschland – und das nicht nur im Sommer: Für lange Strandspaziergänge ist Kolberg auch im Winter ideal.
Badegäste kamen ab etwa 1800. Nach der Entfestigung 1872 wuchs Kolberg rasch zum beliebten Seebad: 1913 zählte man 16 737 Kurgäste, in den 1930er-Jahren gehörte es zu den größten deutschen Ostseebädern. Schon ab 1884 entstand die Strandpromenade (heute Aleja Nadmorska), parallel dazu der Kurpark. Nach 1945 wurde die Stadt polnisch und ist seit 1967 offiziell Kurort; Sole und Moor sind bis heute die wichtigsten Heilmittel, viele Sanatorien sind ganzjährig geöffnet.
Die Stadt beschreibt ihn als einen der breiteren Strände an der Ostsee. Seine heutige Form verdankt er dem Küstenschutz: 2014 wurde auf rund 3 km eine Unterwasserschwelle 100–120 m vor dem Ufer gebaut, dazu Buhnen und eine Sandaufspülung – daher die Pfahlreihen im Wasser.
Die wichtigsten Abschnitte von West nach Ost:
Westlich des Hafens liegt ein eigener Weststrand, meist weniger voll.
Zwei Wege begleiten das Ufer: der Bulwar Jana Szymańskiego vom Leuchtturm zur Seebrücke und die Aleja Nadmorska. Parallel verläuft der Ostseeküstenradweg R10. Die Kolberger Seebrücke ist 220 m lang; vom letzten Freitag im April bis zum dritten Sonntag im Oktober kostet der Zutritt Eintritt (9–21 Uhr), sonst ist er frei. Von der Ostmole (308 m) siehst du die schönsten Sonnenuntergänge – Gebühr nur im Sommer und im September.
Mit dem Auto aus Berlin über Stettin (Szczecin) nach Kolberg, rund 230 km Luftlinie. Kolberg hat einen Bahnhof; zu Fuß bist du in 20–30 Minuten am Meer. Im Zentrum und am Strand gilt eine gebührenpflichtige Parkzone, im Juli und August sind Plätze knapp.
Leuchtturm auf dem Fort Münde, Denkmal der Vermählung Polens mit dem Meer, Kurpark (Stefan-Żeromski-Park), Kamienny Szaniec und Ekopark Wschodni.
Plaża dostępna całodobowo przez cały rok; kąpieliska strzeżone tylko w sezonie letnim. Molo płatne do 18.10.2026 (9:00–21:00), potem bezpłatne.
Wstęp wolny
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Geprüft: Oktober 2026