Kirchen & Klöster
Von der gotischen Nikolaikirche in Trzęsacz (Hoff) ist nur ein 12 Meter langes Mauerstück übrig geblieben, 6 Meter hoch, direkt an der Kante der Steilküste. Die Kirche, die um 1400 entstand — an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert —, stand ursprünglich etwa 2 km vom Meer entfernt; die Ostsee rückte Jahrhundert für Jahrhundert näher, bis sie fast das ganze Gebäude verschlungen hatte. Nirgendwo sonst in Polen ist die Abtragung des Landes durch das Meer so eindrucksvoll zu sehen.
1124 stand in Trzęsacz eine Holzkirche; an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert ersetzte sie ein gotischer Backsteinbau aus handgeformten Ziegeln auf Feldsteinfundament, 23 mal 9 Meter groß. Er galt als eine der stattlichsten Landkirchen Pommerns, war zunächst katholisch und nach der Reformation (Treptower Landtag 1534) evangelisch. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts spülte das Meer den Kirchhof frei — 1809 wurde er geschlossen, und die Gemeinde baute eine neue Kirche, die 1880 fertig gestellt wurde.
Von der Ausstattung ist weit mehr übrig geblieben, als man denkt: Der gotische Triptychon mit einer Madonna im Typ der "Schönen Madonna" kam nach Rewal, der frühbarocke Altar von 1673 von Joachim Sellin steht heute in der neuen Kirche von Trzęsacz, die Renaissance-Chorstühle von 1583 befinden sich in der Kathedrale von Kamień Pomorski, und die Glocke von 1679 wiegt 419 kg. Die Ruine selbst — die Südwand der Kirche — steht im Denkmalregister.
Die Ruine erhebt sich direkt an der Kliffkante; der beste Blick bietet sich vom Strand unterhalb — besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Wand im warmen Licht glüht. Ein kurzer Stopp auf einer Küstenwanderung, aber lassen Sie sich einen Moment Zeit, um zuzusehen, wie die Landkante über dem Sand abbricht: Das Meer, das die Kirche genommen hat, arbeitet noch immer.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Hoff.
Unterkünfte auf Booking.com ansehenAffiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.