Museen
Kolberg, Westpommern
Das Stadtmuseum Kolberg (Muzeum Miasta Kołobrzeg) befindet sich im Braunschweigschen Haus an der Straße Armii Krajowej, nur ein paar Schritte vom Kolberger Dom und vom Rathaus entfernt. Hier erfährst du in etwa einer Stunde, wie die Stadt entstanden ist: von der slawischen Burg in Alt-Kolberg (Budzistowo) über die Hanse- und Salzstadt und die preußische Festung bis zum Ostseebad. Gerade für Besucher aus Deutschland ist das Haus spannend, weil es die lange deutsche Stadtgeschichte ausführlich mit einbezieht.
Laut Museum ließ der wohlhabende Kaufmann Christian F. H. Plüddemann das Haus in den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts als Mitgift für seine Tochter Alma errichten; andere Angaben nennen einen älteren Bau aus dem 17. Jahrhundert, der 1808 umgebaut wurde. Seinen Namen verdankt es Almas Ehemann Heinrich Braunschweig. Die Familie Braunschweig ist seit 1282 belegt und war eng mit der Kolberger Saline verbunden – das Salz machte Kolberg in der Hansezeit reich.
Noch vor dem Zweiten Weltkrieg kaufte die Stadt das Gebäude, um darin ein Museum einzurichten. Die Kämpfe im März 1945, bei denen die Altstadt fast vollständig zerstört wurde, überstand es ohne größere Schäden. Seit 1977 gehört es dem Museum der polnischen Waffen und ist heute dessen Sitz.
Die Dauerausstellung „Dzieje Kołobrzegu“ (Geschichte Kolbergs) reicht bis 1945. Schwerpunkte sind das Mittelalter mit der Salzgewinnung, die Festungszeit und die Entwicklung zum Kurort mit See-, Sole- und Moorbädern. Grundlage sind archäologische Funde aus der Stadt und aus der Burg in Budzistowo. Dazu kommt eine Sammlung historischer Maße und Gewichte.
Ein besonderes Erlebnis ist der Plafondsaal im Obergeschoss: eine bemalte Deckendekoration aus Papier von rund 66 m², vermutlich 1816–1818 entstanden – datiert dank Bögen des Kolberger „Amts-Blatt“ von 1816, auf die sie geklebt wurde. Im Zentrum thront die Göttin Flora. Die Restaurierung wurde im Herbst 2026 abgeschlossen.
Im Herbst 2026 laufen außerdem eine Ausstellung über die Kolberger Betriebe nach 1945 sowie die Präsentation frühmittelalterlicher Bootsteile, die 2018 in der Persante gefunden wurden.
Kolberg liegt rund 230 Kilometer nordöstlich von Berlin; mit dem Auto geht es über Stettin (Szczecin), mit der Bahn ebenfalls über Stettin. Das Museum erreichst du im kompakten Zentrum bequem zu Fuß – von den Kurhotels an der Strandpromenade ist es ein netter Spaziergang durch die Stadt. Die Beschriftungen sind überwiegend polnisch; frag an der Kasse nach deutschsprachigem Material. Mit dem Kombiticket kannst du zusätzlich zwei weitere Abteilungen des Museums besuchen.
Plane etwa eine Stunde ein – ideal als Einstieg in einen Stadtrundgang, gerade im Winter, wenn das Museum auch montags vormittags geöffnet ist. Direkt nebenan stehen Rathaus und Dom, wenige Minuten entfernt der Luntenturm. Wer tiefer in die Anfänge eintauchen möchte, fährt anschließend die rund zwei Kilometer nach Budzistowo (Altstadt) zur Johanneskirche und zum Burgwall.
Zeiten gültig bis 30. April 2027
1.10–30.04: poniedziałek 9:00–13:00, wtorek–niedziela 9:00–16:00; 1.05–30.09 codziennie 9:00–16:00; ostatnie wejście 30 min przed zamknięciem.
Bilet 32 zł, ulgowy 22 zł, rodzinny 80 zł; bilet na 3 oddziały 64/44 zł; dzieci do 7 lat bezpłatnie; wystawa czasowa 15 zł; bilet dla mieszkańców miasta i powiatu 15 zł.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026