Gärten
Łęknica, Lebus
Der Muskauer Park (polnisch Park Mużakowski) ist der größte Landschaftspark im englischen Stil in Polen und ein Meisterwerk des Fürsten Pückler zu beiden Seiten der Lausitzer Neiße. Von 728 Hektar liegen 522 ha im polnischen Łęknica (Lugknitz) und 206 ha in Bad Muskau mit dem Neuen Schloss. Seit 2004 ist der Park gemeinsames deutsch-polnisches UNESCO-Welterbe – der Eintritt ist frei, und kaum anderswo spazierst du so selbstverständlich über eine Staatsgrenze.
Der Park liegt in der Lausitz an der sächsisch-polnischen Grenze. Von Dresden bist du mit dem Auto in etwa anderthalb Stunden da, von Berlin in rund zwei bis drei Stunden, von Görlitz in knapp einer Stunde. In Bad Muskau gibt es kostenpflichtige Parkplätze am Park (ab 1,50 Euro für 1,5 Stunden, 5 Euro bis 12 Stunden). Zu Fuß gelangst du über die Grenzbrücke zwischen Bad Muskau und Łęknica auf die polnische Seite – und im Park selbst über die Doppelbrücke oder die Englische Brücke. Einen Ausweis solltest du dabeihaben.
Schöpfer des Parks war Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871), Reiseschriftsteller, Lebemann und einer der bedeutendsten Gartenkünstler seiner Zeit. 1811 erbte er die Standesherrschaft Muskau, im Mai 1815 rief er die Einwohner in einem offenen Brief zur Mitarbeit an seinem Park auf. Bis 1845 arbeitete er daran; von über 700 geplanten Hektar wurden gut 250 verwirklicht, dann zwangen ihn Schulden zum Verkauf. An der Gestaltung wirkten unter anderem Karl Friedrich Schinkel und John Adey Repton mit. Prinz Friedrich der Niederlande und ab 1883 die Grafen von Arnim führten das Werk fort; Eduard Petzold legte im Osten ein Arboretum mit fast 3.000 Gehölzarten an.
1945 wurden das Neue Schloss schwer beschädigt und die Neißebrücken gesprengt; die neue Grenze teilte den Park, die Familie von Arnim musste die Region verlassen. Die Wiederherstellung ist ein grenzüberschreitendes Projekt: Die Doppelbrücke steht seit 2003 wieder, die Englische Brücke seit 2011. 2004 folgte die Aufnahme ins UNESCO-Welterbe. Den polnischen Teil betreut das Nationale Institut für Kulturerbe (NID), den deutschen die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“.
Für eine Parkhälfte reichen 2–3 Stunden, für eine Runde durch beide Teile solltest du einen ganzen Tag einplanen. Fast 30 km Rad- und Fußwege durchziehen den Park; Radfahren ist nur auf den ausgebauten Wegen erlaubt, nicht in den Blumengärten. Hunde müssen an der kurzen Leine bleiben. Das Tourismuszentrum im Neuen Schloss vermittelt Führungen; auf polnischer Seite bietet das NID 2026 sonntägliche Parkwanderungen auf Polnisch und Deutsch (rund 1,5 Stunden) an.
Für Garten- und Naturfreunde unbedingt – und für alle, die sich für deutsch-polnische Geschichte interessieren. Der Park liegt zudem im Geopark Muskauer Faltenbogen (Łuk Mużakowa), einem UNESCO-Geopark mit bunten Tagebauseen, die sich für einen Abstecher anbieten.
Tipp für Pückler-Fans: Nach dem Verkauf von Muskau schuf der Fürst sein zweites großes Gartenwerk im Park Branitz bei Cottbus, wo er auch in einer Erdpyramide begraben liegt. Beide Parks zusammen ergeben ein lohnendes Lausitz-Wochenende. Wer nur einen Tag hat, startet am besten am Neuen Schloss, überquert die Neiße über die Doppelbrücke, wandert durch den stilleren polnischen Teil und kehrt über die Englische Brücke zurück.
Park otwarty przez cały rok od świtu do zmierzchu; wystawy w Nowym Zamku (Bad Muskau) sezonowo — sprawdź przed wizytą zimą.
Wstęp wolny
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026