Natur
Die Bunten Seen des Muskauer Faltenbogens erkundet man am besten auf dem Geopfad „Ehemalige Grube Babina" bei Łęknica und Nowe Czaple. Es handelt sich nicht um natürliche Seen, sondern um mit Wasser gefüllte Tagebaurestlöcher des früheren Braunkohlebergbaus. Die Farben reichen je nach Wasserchemie, Ablagerungen und Wetter von Rostrot und Rot bis Türkis.
Der Weg führt durch eine Bergbaufolgelandschaft mit farbigen Seen, eisenhaltigen Quellen, Erosionsformen und Spuren der Industrie. Am bekanntesten ist der See Afrika, dessen Form an den Kontinent erinnert. Ein etwa 29,5 m hoher Aussichtsturm zeigt die Größe des Landschaftswandels. Auf dem Hauptweg liegen rund ein Dutzend besonders sehenswerte Seen, nicht alle der etwa 110 Gewässer des Muskauer Faltenbogens.
Der Muskauer Faltenbogen ist ein grenzüberschreitender UNESCO Global Geopark in Polen und Deutschland. Der Gletscher formte den Moränenbogen, später hinterließ der Braunkohleabbau Gruben, die sich allmählich mit Wasser füllten. Heute ist die ehemalige Grube ein Lehrpfad, doch die Farbe der Seen bedeutet nicht, dass man darin baden darf.
Der Weg ist kostenlos und ganzjährig zugänglich; man kann ihn zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Nach Regen können Abschnitte schlammig sein — feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz sind sinnvoll. Berühren Sie das Wasser nicht, verlassen Sie die Wege nicht und behalten Sie Kinder und Hunde im Blick. Prüfen Sie vor der Anreise Karte und Parkmöglichkeiten am gewählten Einstieg.
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