Technikdenkmäler
Łęknica, Lebus
Der Geopfad „Ehemaliges Bergwerk Babina" bei Łęknica (Lugknitz) führt durch einen Wald voller bunter Seen, die in den Gruben eines stillgelegten Braunkohletagebaus entstanden sind. Er liegt direkt an der deutsch-polnischen Grenze gegenüber Bad Muskau, mitten im Muskauer Faltenbogen – dem gemeinsamen deutsch-polnischen UNESCO Global Geopark. Höhepunkt ist der Blick vom 40 Meter hohen Holzturm auf den „Afrika-See". Eintritt, Parken und Turm sind kostenlos; ein lohnender Ausflug für alle, die in der Lausitz unterwegs sind.
Łęknica liegt an der Lausitzer Neiße. Von Bad Muskau aus bist du in wenigen Minuten da; aus Cottbus und Görlitz sind es rund eine Stunde, aus Dresden und Berlin etwa zwei bis zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Es gibt drei kostenlose Waldparkplätze: in Łęknica, in Nowe Czaple und an der Woiwodschaftsstraße 350 Richtung Przewoźniki.
Vor rund 350 000 Jahren schob ein Gletscher hier eine hufeisenförmige Endmoräne von etwa 40 km Länge auf – angeblich die einzige auf der Erde, die man aus dem All erkennen kann. Dabei wurden Braunkohleflöze an die Oberfläche gedrückt, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts abgebaut wurden. Der industrielle Abbau von Braunkohle und Töpferton um Babina dauerte bis etwa 1973; in den 1950er-Jahren wurden mehrere Gruben, darunter Babina, zum Bergwerk „Przyjaźń Narodów" (Völkerfreundschaft) zusammengelegt. Auf der deutschen Seite der Neiße erzählt der Faltenbogen dieselbe Bergbaugeschichte – grenzüberschreitend gedacht ist auch der Geopark. Danach liefen die Gruben voll Wasser: Es entstanden Seen in Farben von Rostrot über Grün bis Türkis – ein Ergebnis von Geologie und Bergbau. Seit 2011 ist der Muskauer Faltenbogen auf beiden Seiten der Neiße als Geopark zertifiziert.
Die Försterei Lipinki hat ein Wegenetz von rund 10 km angelegt, mit Abzweigen und einer neuen Rundschleife in Form einer Acht; der klassische Abschnitt ist etwa 5 km lang. Unterwegs gibt es Infotafeln (überwiegend auf Polnisch), Aussichtspunkte und Bänke.
Nimm dir oben auf dem Turm etwas Zeit: Von dort erkennst du gut, wie Wald und Wasser die alten Gruben zurückerobert haben.
Nimm Wasser und festes Schuhwerk mit – unterwegs gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Auch mit dem Fahrrad ist der Pfad beliebt.
Ja, unbedingt – vor allem in Kombination mit dem Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau (UNESCO-Welterbe), der sich auf beiden Ufern der Neiße erstreckt. Zusammen ergibt das einen abwechslungsreichen Tagesausflug zwischen Gartenkunst und Bergbaulandschaft.
Codziennie, całą dobę (zalecane zwiedzanie za dnia).
Wstęp wolny
Łęknica / Nowe Czaple, Park Krajobrazowy Łuk Mużakowa (parkingi: Łęknica, Nowe Czaple, DW 350 w kierunku Przewoźnik)
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Geprüft: Oktober 2026