Museen
Stara Wieś, Łódź
Das Museum der Region Wieluń (Muzeum Ziemi Wieluńskiej) ist der wichtigste Ort, um die Geschichte der Kleinstadt Wieluń kennenzulernen, die deutsche Sturzkampfbomber im Morgengrauen des 1. September 1939 angriffen. Es befindet sich in einem restaurierten Nonnenkloster aus dem frühen 17. Jahrhundert direkt an der alten Stadtmauer und verbindet eine eindringliche Ausstellung über den Luftangriff mit Archäologie und ländlicher Volkskultur. Für alle, die sich mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs beschäftigen, lohnt sich der Abstecher.
Wieluń liegt in der Woiwodschaft Łódź, etwa 110 km Luftlinie nordöstlich von Breslau (Wrocław) und rund 90 km südwestlich von Łódź; Tschenstochau (Częstochowa) ist etwa 60 km entfernt. Aus Deutschland fährst du am einfachsten über Görlitz und die A4 nach Breslau und weiter über Landstraßen. Das Museum steht in der Narutowicza-Straße 13, wenige Schritte von der Kollegiatkirche und den Resten der mittelalterlichen Befestigung.
Am frühen Morgen griffen Ju 87 „Stukas“ die Stadt an, in der es keine militärischen Ziele gab. Uhrzeit und Opferzahl sind unter Historikern bis heute umstritten, sicher ist aber das Ausmaß der Zerstörung: Etwa 70–75 % der Stadt lagen in Trümmern, darunter das Krankenhaus, die Synagoge und die gotische Michaelskirche. In Polen gilt der Angriff vielen als erster Akt des Krieges, manche Historiker sprechen vom „polnischen Guernica“. Die Dauerausstellung „Zeugen sprechen… Wieluń, 1. September 1939“ zeigt Fundstücke und zahlreiche Fotografien vom Angriff und seinen Folgen — ein Kapitel deutsch-polnischer Geschichte, das in Deutschland oft wenig bekannt ist.
Gegründet wurde das Museum am 10. Oktober 1926; im Zweiten Weltkrieg gingen sämtliche Sammlungen verloren, 1964 wurde es neu belebt. Sitz ist das ehemalige Kloster der Bernhardinerinnen, erbaut 1613–1615 im Auftrag von Anna Koniecpolska, Mutter des Großhetmans Stanisław Koniecpolski. Später nutzten Tuchfabrikanten, die russische Armee, ein Kino und während der Besatzung eine deutsche Tischlerei das Gebäude, bevor es 1964–1969 im Renaissancestil wiederaufgebaut wurde.
Weitere Dauerausstellungen:
Stand: Oktober 2026:
Kontakt: Tel. +48 43 843 43 34, mzw@muzeum.wielun.pl. Frag vorab nach fremdsprachigen Materialien oder einer Führung.
Plane für das Hauptgebäude etwa 1,5 Stunden ein. Mit dem mittelalterlichen Turm Męczarnia (Ausstellung zur Henkersstube und zu historischen Waffen) und einem Spaziergang entlang der Stadtmauer wird ein halber Tag daraus. Mit dem Auto erreichst du außerdem die Außenstellen: das Museum der Gutshof-Interieurs in Ożarów in einem spätbarocken Herrenhaus mit vier Eckalkoven und die rekonstruierte Windmühle in Kocilew.
Ja — gerade für Besucher aus Deutschland, denn Wieluń zeigt, wie der Krieg für die Zivilbevölkerung begann. Die Ausstellung zum September 1939 enthält belastende Bilder; mit kleineren Kindern beginnst du besser bei Archäologie und Volkskultur. Am günstigsten ist ein Besuch am Sonntag.
Zeiten gültig bis 31. März 2027
Pon., śr., czw. 9:00–16:00; wt. i pt. 9:00–17:00; sob. 9:00–16:00 (od 1 listopada do 31 marca w soboty tylko grupy powyżej 10 osób zgłoszone min. 7 dni wcześniej); niedz. 11:00–17:00; ostatnie wejście 30 min przed zamknięciem.
Bilet normalny 15 zł, ulgowy 8 zł, rodzinny 40 zł (do 6 osób); w niedziele wstęp na wystawy bezpłatny; baszta Męczarnia 7 zł / 5 zł.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
GetYourGuide
Erlebnisse, Tickets und Touren in Stara Wieś — online buchbar.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Museum der Region Wieluń.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026